Ram ruft über 12.000 schwere Pickups des Modells HD zurück, weil die Geschwindigkeitsbegrenzer in den Fahrzeugen fehlerhaft programmiert sind. Dadurch können die Fahrzeuge die zulässige Höchstgeschwindigkeit ihrer Reifen überschreiten – ein potenziell gefährlicher Defekt.
Laut Hersteller betrifft die Rückrufaktion 12.736 Fahrzeuge des Typs Ram 2500 HD, die zwischen dem 21. Juni 2022 und dem 14. April 2026 produziert wurden. Alle betroffenen Modelle sind ab Werk mit Reifen der Kategorie R ausgestattet, die für eine Höchstgeschwindigkeit von 106 Meilen pro Stunde (ca. 170 km/h) ausgelegt sind. Normalerweise begrenzt Ram die Höchstgeschwindigkeit seiner HD-Pickups auf 105 mph, um unter dieser Grenze zu bleiben. Wie hoch die tatsächliche Geschwindigkeitsbegrenzung bei den betroffenen Fahrzeugen eingestellt ist, bleibt jedoch unklar.
Der Lösungsansatz ist einfach: Besitzer müssen ihren Ram-Händler aufsuchen, um eine Softwareaktualisierung des Powertrain Control Module durchführen zu lassen. Der Rückruf wurde unter der Nummer RCLRPT-26V288-5555 registriert.
Keine Unfälle oder Verletzungen bekannt
Ram betont, dass bisher keine Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit diesem Defekt gemeldet wurden. Die Situation hätte jedoch gefährlich werden können, insbesondere wenn junge Fahrer die Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen bis an die Grenzen der Reifen ausreizen würden. In den USA ist das Fahren mit über 100 mph ohnehin illegal, sodass verantwortungsvolle Fahrer das Risiko vermeiden sollten.
Betroffene Motoren noch unklar
Es ist derzeit ungewiss, ob der Rückruf sowohl Ram HD mit Cummins-Dieselmotor als auch Hemi-V8-Benziner oder nur bestimmte Motorisierungen betrifft. Besitzer können dies selbst überprüfen, indem sie ihre Fahrzeug-Identifikationsnummer (VIN) auf der Website der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) eingeben. Ram wird die Händler ab dem 14. Mai über den Rückruf informieren. Besitzer erhalten voraussichtlich ab dem 4. Juni eine Benachrichtigung.