Strive Asset Management führt mit seinem neuen SATA Preferred Stock eine bahnbrechende Innovation für dividendenorientierte Anleger ein: Ab dem 16. Juni wird die Aktie als erste US-gehandelte Wertpapierart tägliche Dividendenausschüttungen ermöglichen. Dies markiert einen Paradigmenwechsel gegenüber dem monatlichen Ausschüttungsmodell, das bei den meisten Dividendenpapieren üblich ist.
Trotz eines festgelegten Jahresdividendensatzes von 13% führt die tägliche Auszahlung zu einer effektiven Jahresrendite von etwa 13,88% durch den Zinseszinseffekt über rund 250 Handelstage. Matthew Cole, CEO von Strive, betont, dass diese Struktur eine Alternative zu Geldmarktfonds und kurzfristigen Ertragsvehikeln darstellt. Die täglichen Zahlungen sollen die Reinvestitionseffizienz und Portfolioliquidität deutlich verbessern.
Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die schuldenfreie Bilanz von Strive. Das Unternehmen hat alle langfristigen Verbindlichkeiten durch Rückkauf von Anleihen getilgt und hält nun keine Leveraged-Positionen oder belasteten Bitcoin mehr. Diese solide Kapitalstruktur unterstreicht den Anspruch, ein renditeorientiertes Ertragsvehikel ohne zusätzliche Kreditrisiken zu bieten.
Parallel dazu hat Strive seine Bitcoin-Reserven auf über 15.000 BTC ausgebaut – eine der größten öffentlichen Bitcoin-Positionen weltweit. Der Aufbau erfolgte durch gezielte Akquisitionen, Marktankäufe und ein At-the-Market-Programm zur Eigenkapitalbeschaffung. Wie bei anderen Preferred-Strukturen von Strive kann die SATA-Aktie über ihrem Nennwert gehandelt werden, was weitere Kapitalerhöhungen zur Bitcoin-Akkumulation ermöglicht.
Diese Doppelstrategie als Einkommensprodukt und Bitcoin-Proxy birgt sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Einerseits könnte die tägliche Dividende Anleger anziehen, die in einem unsicheren Zinsumfeld nach stabilen Cashflows suchen. Andererseits hängt die Performance stark von den Bitcoin-Preiszyklen ab, was zu Volatilität führen kann. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen diese Dynamik: Strive verzeichnete einen Nettoverlust von 265,9 Millionen US-Dollar im ersten Quartal, hauptsächlich durch Bewertungsverluste der Bitcoin-Bestände. Diese Verluste sind jedoch buchhalterischer Natur und spiegeln keine realisierten Verluste wider.
Die Marktperformance zeigt ein gemischtes Bild: Strives Aktienkurs stieg in diesem Jahr um etwa 10%, im letzten Monat sogar um über 30%, und übertrifft damit sowohl Bitcoin als auch die Performance anderer Strategien. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Investoren nicht nur die Bitcoin-Reserven, sondern auch die innovative Ertragsstruktur und Kapitalstrategie wertschätzen.