Mit der bevorstehenden Einführung von „Vought Rising“ im Prime-Video-Universum und dem Ende von „Gen V“ steht auch die finale Staffel von „The Boys“ kurz vor dem Abschluss. Die Hauptdarsteller Laz Alonso, Karen Fukuhara und Erin Moriarty sowie Serienmacher Eric Kripke nutzten kürzlich die Gelegenheit, um bei einer exklusiven Sony-Veranstaltung über die siebenjährige Reise ihrer preisgekrönten Satire zu sprechen – und darüber, warum die Serie bis heute funktioniert.

„Ich wollte vor allem die Emotionen treffen. Jeder Charakter sollte perfekt landen“, erklärte Kripke gegenüber TheWrap. „Natürlich gibt es Action und große Schlachten, aber mein Instinkt sagte mir: Das Publikum soll diese Figuren so verabschieden, wie sie es verdienen.“

Moriarty zeigte sich überwältigt: „Ich kann es kaum fassen, dass aus einer kleinen Nischenproduktion eine globale Erfolgsgeschichte wurde. Die absurden Elemente machten die Serie einzigartig – aber wir wussten nie, ob sie über die ersten Folgen hinaus bestehen würde.“

Alonso betonte die Bedeutung glaubwürdiger Darstellungen: „Auch wenn es ein Superhelden-Genre ist, das oft belächelt wird, haben wir gezeigt, dass wir ernstzunehmende Schauspielkunst liefern. Die Story steht immer im Mittelpunkt – selbst wenn die Serie selbst so überdreht ist.“ Fukuhara ergänzte: „Unsere Repräsentation hat sich über die Jahre stark verbessert. Es ist ein Meilenstein, heute in solchen Interviews dabei zu sein.“

Auf dem roten Teppich der Veranstaltung waren zudem Stars und Macher anderer Sony-Produktionen wie „Plur1bus“, „Platonic“, „For All Mankind“ oder „Outlander“ vertreten. Doch für das Team von „The Boys“ zählt vor allem eines: dass Hollywood ihre radikale Vision verstanden hat.

„Ehrlich gesagt, ich kann nicht glauben, dass sie uns das durchgehen lassen“, gestand Alonso. „Viele der Dinge, die wir kritisieren, stammen von den Leuten, die unsere Serie finanzieren. Aber es ist notwendig, darüber zu sprechen – nur so können wir uns verbessern. Wir halten nicht predigend den Zeigefinger hoch, sondern zeigen ein Spiegelbild: von der Gesellschaft, aber auch von uns selbst. Unsere Superhelden können jeder sein, in jedem Genre. Niemand wurde verschont – weder Religion, noch Unterhaltung, Politik oder andere Bereiche.“

Kripke fasste zusammen: „Unsere Serie nimmt Dinge aufs Korn, über die wir ohnehin schon nachdenken. Manchmal ist es zu frech, um es direkt zu sagen – aber es gibt einen Weg, gesellschaftliche Themen humorvoll und kontrovers, aber auch konstruktiv zu verpacken. Und genau das hat „The Boys“ geschafft.“

Quelle: The Wrap