Das FBI hat eine ungewöhnliche Ermittlung eingeleitet: Es untersucht mindestens zehn mysteriöse Todesfälle und unerklärliche Verschwindungen von Wissenschaftlern und Ingenieuren mit Verbindungen zu staatlichen Stellen innerhalb der letzten vier Jahre. Die Liste der Betroffenen wächst weiter – doch bisher gibt es keine handfesten Beweise für ein übergeordnetes Muster oder Fremdeinwirkung.
Einer der jüngsten Fälle betrifft Nick Pope, einen renommierten UFO-Experten, der im Alter von 60 Jahren an Speiseröhrenkrebs starb. Pope war von 1984 bis 1994 für das britische Verteidigungsministerium tätig und untersuchte dort unerklärliche Luftphänomene. Nach seinem Ausscheiden veröffentlichte er mehrere Bücher über UFO-Sichtungen und trat in unzähligen TV-Sendungen auf. In seiner Autobiografie Open Skies, Closed Minds verglich er sich sogar mit dem FBI-Agenten Fox Mulder aus Akta X – und arbeitete später als Berater für eine Neuauflage der Serie.
Pope galt als gefragter Redner auf UFO-Konferenzen und verfügte über Insiderwissen. Dennoch mied er die typischen Fallstricke der Ufologie, wie der ehemalige New York Times-Reporter Ralph Blumenthal betonte:
„Er war klug genug, die Fallstricke dieses Fachgebiets zu vermeiden, in dem selbst kleine Kenntnisse schnell zu absurden Theorien führen können.“
Sein Tod fällt in eine Zeit, in der US-Gesetzgeber die Regierung unter Druck setzen, die mysteriösen Todesfälle von Wissenschaftlern und Technikern mit Zugang zu sensiblen Nuklear- oder Raketentechnologien zu untersuchen. Sie vermuten eine „dunkle Verbindung“ und warnen vor einer möglichen Bedrohung der nationalen Sicherheit. Doch Experten halten diese Theorie für übertrieben: Die Häufung der Todesfälle könnte schlicht auf statistische Zufälle zurückgehen, da die Aufmerksamkeit für UFO-bezogene Todesfälle gestiegen ist.
Hintergrund der Ermittlungen ist ein Bericht, der sich auf Wissenschaftler mit sehr spezifischen Fachgebieten konzentriert. Mehr dazu lesen Sie hier.