WASHINGTON, D.C. — Nur wenige Stunden nach einem bewaffneten Angriff auf das Gelände des Weißen Hauses während des White House Correspondents’ Dinner (WHCD) nutzte Ex-Präsident Donald Trump die Situation, um für sein umstrittenes Projekt eines neuen Ballsaals im Weißen Haus zu werben. Während einer Pressekonferenz am 25. April 2026, flankiert von FBI-Direktor Kash Patel und Heimatschutzminister Markwayne Mullin, betonte Trump die mangelnde Sicherheit des historischen Veranstaltungsorts.

Der Angriff ereignete sich, als ein bewaffneter Mann versuchte, in das Gelände einzudringen, wo sich hochrangige Regierungsvertreter und Hunderte Journalisten versammelten. Trump erklärte in seiner typischen Rhetorik, der Washington Hilton, traditioneller Austragungsort des WHCD, sei „kein besonders sicheres Gebäude“. Dies unterstreiche, so Trump, die Notwendigkeit eines neuen Ballsaals im Weißen Haus mit modernen Sicherheitsstandards.

„Ich wollte das nicht sagen, aber genau deshalb brauchen wir alle Attribute, die wir für den neuen Ballsaal planen“, so Trump. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit im Herzen der US-Hauptstadt auf und könnte die politische Debatte um Trumps Infrastrukturprojekte weiter anheizen.

Kritiker werfen Trump vor, die Tragweite des Angriffs für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Sicherheitsbehörden bestätigten zwar den Vorfall, gaben jedoch keine weiteren Details zur Bedrohungslage bekannt. Die Veranstaltung selbst wurde unverzüglich abgebrochen, nachdem die Evakuierung der Gäste eingeleitet worden war.

Experten diskutieren bereits seit Monaten über die Sicherheit des Weißen Hauses und die Notwendigkeit moderner Schutzmaßnahmen. Trumps Plädoyer für einen neuen Ballsaal könnte nun neuen Schwung in die Debatte bringen – oder aber als gezielte Ablenkung von anderen politischen Herausforderungen wahrgenommen werden.

Quelle: The Verge