Die US-Regierung unter Donald Trump hat diese Woche ein neues «Fruchtbarkeitsförderprogramm» für Unternehmen angekündigt. Arbeitgeber sollen ihren Mitarbeitenden die Kosten für künstliche Befruchtung (IVF) und weitere Fruchtbarkeitsbehandlungen über eine Zusatzversicherung erstatten können – ähnlich wie bei Zahn- oder Sehhilfen.

Doch die Moderatorinnen der Talkshow «The View» zeigten sich gespalten. Während einige das Programm als sinnvolle Unterstützung lobten, hinterfragten andere die Motive der Regierung.

Alyssa Farah Griffin unterstützt das Programm – mit Einschränkungen

Host Alyssa Farah Griffin, die selbst mehrere IVF-Behandlungen durchlaufen hat und kürzlich einen Sohn zur Welt brachte, stimmte dem Vorhaben grundsätzlich zu. «Ich stimme dem tatsächlich zu», sagte sie, fügte aber hinzu: «Aber ich muss vorwegschicken, dass mich die Tatsache, dass er seinen Namen auf alles setzt, einfach nur peinlich berührt.» Bei der Pressekonferenz zur Ankündigung des Programms warb die Trump-Administration sogar mit dem Slogan «Trump Babies».

Griffin schilderte ihre eigene Erfahrung mit IVF, die sie sechsstellige Summen kostete. Da sie als Selbstständige keine betriebliche Krankenversicherung hatte, musste sie die Kosten selbst tragen. «Das sind greifbare Vorteile, die Menschen helfen können», betonte sie. «Trump gibt uns genug legitime Gründe zur Kritik. Aber das hier ist aus meiner Sicht keine schlechte Politik.»

Sunny Hostin sieht gute Ansätze – aber mit Hintergedanken

Auch Sunny Hostin unterstützte das Programm, räumte aber ein, dass Trumps Absichten hinterfragt werden müssten. Whoopi Goldberg hingegen zeigte sich skeptisch: «Wenn ihr wirklich helfen wollt, dann hört auf, 29 Milliarden Dollar für einen Krieg auszugeben, 400 Millionen für einen Ballsaal und 13 Millionen für die Bemalung eines Beckens. Investiert das Geld stattdessen in Kinderbetreuung und Zugänglichkeit», forderte sie. «Es reicht nicht, zu sagen: ‹Macht Kinder›. Diese Kinder sind jeden Tag bei euch. Ihr müsst euch um sie kümmern – sie füttern, beschäftigen, in die Kita und Schule schicken, im Sommer versorgen und all das bezahlen.»

Sara Haines kritisiert die «falschen Botschafter»

Sara Haines schloss sich Goldbergs Kritik an und bezeichnete die «Botschafter» des Programms als «problematisch». «Ich habe derzeit nicht viel Vertrauen in Donald Trumps Familienpolitik oder in Robert F. Kennedy Jr. – da fange ich gar nicht erst an», sagte sie. «Das größere Problem ist aber: Nur weil man die Geburt fördert, steigt nicht automatisch die Geburtenrate. Die Menschen bekommen keine Kinder, weil sie ihre Rechnungen nicht bezahlen können, keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben oder sich Benzin und Essen nicht leisten können.»

Quelle: The Wrap