Die USA stehen vor einer gefährlichen Entwicklung: Republikanische Bundesstaaten wie Louisiana, Tennessee und South Carolina versuchen, ihre letzten demokratischen Kongressabgeordneten durch manipulierte Wahlkreisgrenzen zu eliminieren. Alabama steht kurz davor, es ihnen gleichzutun. Indiana könnte vor den Wahlen 2028 folgen.
Experten warnen, dass dieser Trend eine neue Runde der politischen Spaltung einläuten könnte. Sobald rote Staaten die demokratischen Stimmen gezielt ausschalten, werden blaue Staaten mit gleicher Münze zurückzahlen – und so eine Spirale der Einparteien-Dominanz in Gang setzen.
Ein gefährliches Spiel mit ungewissem Ausgang
Jacob Rubashkin analysiert die Lage und zitiert den Politikreporter Nick Reynolds aus South Carolina. Dort warnt der republikanische Senatspräsident Shane Massey vor den Plänen seiner Partei:
„Die neue Wahlkreis-Karte bestätigt meine Befürchtungen. Es wird einen demokratischen Präsidenten geben – und wenn wir unseren einzigen demokratischen Abgeordneten ausschalten, könnte das dem Staat schaden.“
Massey steht vor einem Dilemma: Entweder er unterstützt die Wahlkreis-Manipulation und riskiert, von Trump aus der Partei gedrängt zu werden – oder er stellt sich gegen die Pläne und verliert möglicherweise seine Position. Doch das eigentliche Problem geht tiefer:
Gerrymandering ist erst der Anfang
Die gezielte Umgestaltung von Wahlkreisen markiert den Beginn einer neuen Ära der „Winner-takes-all“-Politik. Experten befürchten, dass dieser Trend die politische Spaltung in den USA weiter vertiefen und zu einer Eskalation führen könnte, die an einen „kalten Bürgerkrieg“ erinnert.