Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 rückt näher – und mit ihr explodierende Ticket- und Preise. Doch während die FIFA die Kosten für Fans in astronomische Höhen treibt, setzt Arthur Blank, Besitzer der Atlanta Falcons, auf eine andere Strategie: Er hält an den günstigen Preisen für Essen und Getränke im Mercedes-Benz Stadium fest.

In einem Interview mit WSB-TV betonte Blank, dass die „fanfreundliche“ Preispolitik unverändert bleibt. „Fans geben uns ihre Energie, ihre Zeit, ihre Leidenschaft und ihre Ressourcen – wir müssen das in jeder Hinsicht respektieren“, erklärte er. Ein Hot Dog kostet weiterhin nur 2 Dollar, Popcorn ebenfalls 2 Dollar.

FIFA verdient kräftig mit – Fans zahlen den Preis

Die FIFA sieht das anders. Erst kürzlich verdreifachte der Weltverband die Preise für die verbleibenden Tickets des WM-Finals am 19. Juli. Die teuersten Plätze kosten nun bis zu 32.970 Dollar – und das, bevor die Tickets auf dem Schwarzmarkt landen, wo die Preise noch weiter steigen.

FIFA-Präsident Gianni Infantino rechtfertigte die hohen Kosten mit dem „Marktmechanismus“. Der Weltverband kassiert dabei eine 30-prozentige Provision auf den Weiterverkauf von Tickets über seine exklusive Plattform – 15 Prozent vom Käufer und 15 Prozent vom Verkäufer.

Selbst US-Präsident Donald Trump zeigte sich überrascht von den Preisen. Als ihm mitgeteilt wurde, dass die Tickets für das Eröffnungsspiel der USA gegen Paraguay bei mindestens 1.000 Dollar beginnen, antwortete er: „Ich kannte diese Zahl nicht. Ich würde zwar gerne dabei sein, aber ich würde diesen Preis auch nicht zahlen.“

Doch 1.000 Dollar sind noch ein Schnäppchen. Auf der FIFA-Resale-Plattform wurden Tickets für das WM-Finale bereits für bis zu 11.499.998,85 Dollar angeboten. Bei einem solchen Verkauf kassiert die FIFA fast 3,5 Millionen Dollar allein an Provision.

Wo hört der Wahnsinn auf?

Die Preise sind längst jenseits jeder Vernunft – und schließen die meisten Fans aus, die den Sport zwischen den Turnieren leidenschaftlich unterstützen. Doch eine Kehrtwende der FIFA ist nicht zu erwarten. Infantino wird nach der WM 2026 einen Rekordgewinn präsentieren können. Für Arthur Blank hingegen gibt es Grund zur Anerkennung: Während andere die Preisspirale anheizen, bleibt er seiner fanfreundlichen Linie treu.