WASHINGTON, D.C. – Ein 31-jähriger Mann, der den White House Correspondents' Dinner (WHCD) mit Schüssen unterbrach, soll gezielt Mitglieder der Trump-Administration als Ziele ausgewählt haben. Das erklärte der amtierende Generalstaatsanwalt Todd Blanche am Sonntag gegenüber mehreren Medien.

Der Vorfall löste im Hotel, in dem der Dinner stattfand, Chaos aus. Präsident Donald Trump wurde umgehend evakuiert, befand sich jedoch zu keinem Zeitpunkt in akuter Gefahr. Dennoch unterstreicht der Vorfall die wachsende Bedrohungslage, der sich moderne Präsidenten ausgesetzt sehen.

Hintergründe der Tat

Ermittler gehen davon aus, dass der Verdächtige mit dem Zug von Kalifornien über Chicago nach Washington reiste. Dort checkte er in einem Hotel ein, in dem sich kurz darauf die politische Elite der USA versammelte. Laut Blanche buchte er das Zimmer bereits am Freitag. Seine genauen Motive sind jedoch noch unklar.

Sicherheitsmaßnahmen verhinderten Schlimmeres

Blanche betonte gegenüber ABC News, dass das Sicherheitssystem funktioniert habe und den Attentäter stoppte, bevor er größeren Schaden anrichten konnte. „Das System hat funktioniert“, erklärte er und verwies dabei auf die im Vergleich zu früheren Attentatsversuchen – wie dem gescheiterten Anschlag in Butler, Pennsylvania – deutlich bessere Sicherheitslage.

„Law enforcement und der Secret Service haben uns alle geschützt. Der Mann ist kaum über die Absperrung hinausgekommen.“

Die genauen Umstände der Tat werden derzeit weiter untersucht. Die Behörden prüfen unter anderem mögliche Verbindungen des Verdächtigen zu extremistischen Gruppen oder persönlichen Motiven.

Quelle: Axios