Gipfel in Peking: Stabilität steht im Fokus
Die Präsidenten Xi Jinping und Donald Trump haben am Donnerstag in Peking ihre zweitägigen Gespräche begonnen. Im Mittelpunkt stand die Sicherung der Stabilität in den US-chinesischen Beziehungen. Wie sowohl das Weiße Haus als auch chinesische Staatsmedien bestätigten, endete das erste Treffen am Donnerstagmorgen nach etwa zwei Stunden. Trump wird am Freitagmittag nach einem letzten privaten Gespräch mit Xi abreisen.
Handel und Landwirtschaft im Fokus – Taiwan als Zankapfel
Erwartet wurden keine großen Durchbrüche zu umstrittenen Themen wie Handel, Technologie, dem Iran-Konflikt oder Taiwan. Trump setzte stattdessen auf wirtschaftliche Themen: Er strebt Handelsabkommen an, die China zum Kauf von mehr US-Agrarprodukten und Passagierflugzeugen bewegen sollen. Zudem soll ein Gremium eingerichtet werden, um Differenzen zu klären und eine erneute Eskalation wie im vergangenen Jahr zu verhindern, als Trumps Zollmaßnahmen einen Handelskrieg auslösten.
Xi Jinpings Warnung vor Taiwan
In einem geschlossenen Gespräch warnte Xi Jinping Trump vor den Konsequenzen einer falschen Taiwan-Politik. Sollte das Thema Taiwan „richtig“ behandelt werden, bleibe die Beziehung zwischen den USA und China stabil. Andernfalls drohten „Konflikte und sogar Zusammenstöße“, die die gesamte Beziehung gefährden könnten, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua Xi.
Bereits im Dezember hatte Trump ein Waffenpaket im Wert von 11 Milliarden US-Dollar für Taiwan genehmigt. Die Lieferung steht jedoch noch aus. Taiwan wird von Peking als Teil Chinas beansprucht, regiert sich jedoch selbst.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit als zentrales Thema
Xi betonte gegenüber amerikanischen Unternehmensführern, die Trump begleiteten, dass Chinas Tür für US-Unternehmen weiter geöffnet werde. Trump lobte die Wertschätzung der US-Wirtschaftselite für China und forderte sie auf, die Zusammenarbeit mit dem Land auszubauen, wie Xinhua berichtete.
Iran-Konflikt: China als möglicher Vermittler?
Auch der Krieg im Iran stand auf der Agenda. Vor dem Gipfel hatte Trump gehofft, China könnte als Vermittler auftreten und Iran zu einer Annahme der US-Bedingungen bewegen, um den seit zwei Monaten andauernden Konflikt zu beenden oder die lebenswichtige Straße von Hormuz wieder zu öffnen. Diese Forderungen wurden jedoch vor dem Treffen abgeschwächt.
Trotz der intensiven Gespräche blieben konkrete Ergebnisse aus. Die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt bleiben damit weiterhin bestehen.
„Wenn Taiwan richtig behandelt wird, wird die Beziehung zwischen China und den USA insgesamt stabil bleiben. Wenn nicht, riskieren beide Länder Zusammenstöße und sogar Konflikte, die die gesamte Beziehung in große Gefahr bringen.“