Die Rückkehr von Cameron Brink zu den Los Angeles Sparks war nicht die, die sie sich erhofft hatte. Nach ihrer schweren Kreuzbandverletzung im Juni 2024, die sie in einem Spiel gegen die Connecticut Sun erlitt, fand sie ein komplett verändertes Team vor. Die Saison 2024 war von einem grundlegenden Neuaufbau geprägt – wie die erfahrene Guardin Lexie Brown es damals im Training ausdrückte: „Wir sind wie kleine Babys.“

Brink war einer der beiden Draft-Picks der Sparks in dieser Saison. Der andere ging an Rickea Jackson, eine vielseitige Scorerin von der University of Tennessee. Doch während Brink sich von ihrer Verletzung erholte, trieb das Team seine Rebuild-Strategie voran. Die Front Office sprach von einem „Prozess“ und dem Aufbau einer „Basis“. Zum Zeitpunkt ihrer Verletzung stand das Team bei nur vier Siegen aus elf Spielen.

Als Brink in der abgelaufenen Saison zurückkehrte, traf sie auf eine völlig neue Situation: einen neuen Cheftrainer, eine neue Starspielerin und ungewohnte Ambitionen. Rickea Jackson, einst als Top-Talent gehandelt, wurde in der Offseason zu den Chicago Sky transferiert – im Austausch für die 29-jährige Guard Ariel Atkins. Diese Veränderungen könnten erklären, warum die Saisonvorbereitung und das erste Saisonspiel der ehemaligen Zweitplatzierten der Draft so holprig verliefen.

Die Sparks stecken in einer Zwickmühle: Sie gelten als „Win-now“-Team, doch bis jetzt fehlt der Erfolg. Auch Brink, einst als Franchise-Spielerin gehandelt, kämpft mit ihrer Rolle. Statt in der Startaufstellung kommt sie nun von der Bank und muss sich in einem Team zurechtfinden, das sich neu erfindet – und in einer Liga, in der sich auch die Schiedsrichter-Praxis verändert.

Fouls waren schon in ihrer College-Zeit ein Problem für Brink. An der Stanford University endete ihre Karriere mit einem Aus im Viertelfinale gegen NC State – und einer roten Karte in ihrem letzten Spiel. Der Wechsel in die WNBA brachte zunächst etwas Entlastung: Pro Spiel durfte sie eine Foul mehr begehen. Doch sie nutzte diese Chance nicht immer optimal. In ihren ersten beiden WNBA-Saisons kam sie auf durchschnittlich sieben Fouls pro 36 Minuten.

Quelle: Defector