Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA verzeichnet durch den Einsatz von KI-Automatisierung erhebliche Fortschritte in der Bedrohungsanalyse und bei der Unterstützung ihrer Mission. Besonders in der Sicherheitsabteilung profitiert das Team von schnelleren Analysen und einer Reduzierung von Routineaufgaben.
„KI ermöglicht es unseren Analysten, die wichtigsten Bedrohungen von irrelevanten Daten zu trennen – und das in Echtzeit“, erklärt Tammy Barbour, kommissarische Leiterin des Anwendungsmanagements bei CISA. „Sie können so frühzeitig potenzielle Risiken erkennen, noch bevor sie eskalieren.“
Auf der UiPath FUSION Public Sector-Konferenz betonte Barbour, dass die Automatisierung auch im Technologieoperationszentrum der Behörde eingesetzt wird. Dort beschleunigt sie die Bearbeitung von Kundenanfragen und steigert die Effizienz bei der Datenmigration.
Laura Wind, kommissarische stellvertretende Technologiechefin bei CISA, ergänzte, dass KI auch in unterstützenden Bereichen wie Personalwesen, Beschaffung und Finanzen genutzt wird. „Unser Ziel ist es, Cyberanalysten von administrativen Aufgaben zu entlasten, damit sie sich auf kritische Aufgaben wie die Bekämpfung von Malware konzentrieren können“, so Wind.
Herausforderungen bei der KI-Implementierung
Trotz der Fortschritte gibt es weiterhin Hürden. Barbour verwies auf veraltete Arbeitsabläufe und Systeme, die modernisiert werden müssen: „Wir stecken noch in den Kinderschuhen, aber einige Prozesse sind so tief verankert, dass sie schwer zu ändern sind – besonders in Bereichen wie der Buchhaltung.“
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die KI-Governance. Wind betonte, dass klare Richtlinien für den Einsatz von KI unerlässlich sind: „Der Technologiechef muss die Daten- und KI-Governance steuern. Besonders bei generativer KI sind wir gut aufgestellt, während agentenbasierte Systeme noch im Aufbau sind.“
Auch die Datenstruktur spielt eine zentrale Rolle. Wind erklärte: „Ob Cloud-basiert oder lokal – ohne eine klare Datenarchitektur wird die Automatisierung erschwert.“
CISAs Rolle in der KI-Sicherheit
Die Aussagen von Barbour und Wind geben Einblick in die interne Strategie von CISA. Während die Behörde selbst KI für ihre Mission nutzt, berät sie gleichzeitig andere Organisationen bei der sicheren Einführung agentenbasierter KI-Systeme. Zudem analysiert CISA, wie KI neue Bedrohungsszenarien schafft.