Delia Ramirez übernimmt Führung der Demokraten im Cybersecurity-Unterausschuss des Repräsentantenhauses

Die Demokratin im Repräsentantenhaus, Delia Ramirez (Illinois), wird neue Rang-Mitgliedin der Cybersecurity-Untergruppe des Ausschusses für Innere Sicherheit. Sie folgt auf Eric Swalwell, der sein Mandat im Kongress nach Vorwürfen sexueller Belästigung niederlegte.

Die Demokraten im Ausschuss bestätigten die Personalie am Dienstag in einer Sitzung vor einem „Schatten-Hearing“ ohne die republikanische Mehrheit. Im Fokus stand der Schutz von Wahlen vor möglicher Einmischung durch die Trump-Administration.

Ramirez war seit 2023 Vize-Rang-Mitgliedin des Ausschusses. Nach der Neuwahl 2024 ist sie nun Rang-Mitgliedin der Untergruppe für Cybersecurity und Infrastrukturschutz. Sie übernimmt die Position von Swalwell, der das Gremium nach seinem Rücktritt verließ.

In früheren Anhörungen des Jahres 2025 übte Ramirez scharfe Kritik an der Cybersecurity-Politik der Trump-Administration. Besonders hob sie die Personalabbaupläne bei der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hervor. Auch kritisierte sie die Datensicherungsmethoden unter der von Elon Musk geleiteten „Department of Government Efficiency“.

„Unter einer Musk-Trump-Präsidentschaft ist klar: Die Sicherheit der Daten der Amerikanerinnen und Amerikaner ist keine Priorität. Ein privater Zivilist ohne Sicherheitsfreigabe drängte sich ins Finanzministerium, richtete private Server ein und stahl sensible Daten einer Behörde. Wenn das kein nationaler Sicherheits- und Cybersecurity-Krisenfall ist, dann weiß ich nicht, was es ist.“

Ramirez weiter:

„Die wahre Bedrohung für unsere innere Sicherheit ist ‚fElon‘ Musk, Trump und deren offene Machtmissbräuche, um Informationen zu stehlen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Behörden zu vertreiben.“

Ramirez setzte sich 2024 für ein Gesetz ein, das die Cybersicherheitsbranche stärken soll. Durch gezielte Förderung sollen unterrepräsentierte Gruppen aus benachteiligten Communities Zugang zum Berufsfeld erhalten. Damit will sie die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe erhöhen.

Allerdings übte sie auch Kritik an der Cybersicherheitspolitik der Biden-Administration. Besonders hob sie die Rolle von Microsoft im SolarWinds-Hack hervor. Dieser Angriff auf Bundesbehörden im Jahr 2020 zeigte erneut die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur.

Swalwell verließ das Amt nach seinem Rücktritt aus dem Kongress. Der Vorwurf: Sexuelle Belästigung. Damit schloss sich die vollständige Führungsumbesetzung des Unterausschusses. Der Republikaner Andy Ogles (Tennessee) übernahm bereits Ende 2024 den Vorsitz, nachdem der ehemalige Vorsitzende Andrew Garbarino (New York) die Leitung des Gesamtausschusses übernahm.

Der Unterausschuss hält am Mittwoch ein Hearing zur CISA ab. Die Behörde fungiert als Risikomanagement-Agentur für mehrere kritische Infrastruktursektoren. Eine Stellungnahme von Ramirez zu ihrer neuen Rolle steht noch aus.

Hintergründe: Kritik an beiden Administrationen

Ramirez kritisierte in früheren Anhörungen sowohl die Trump- als auch die Biden-Administration in Sachen Cybersicherheit. Unter Trump hob sie die „beschnittenen Personalressourcen“ bei der CISA hervor. Die Behörde ist zentral für den Schutz kritischer Infrastruktur wie Energieversorgung oder Gesundheitsdaten.

Unter der Biden-Administration übte sie Kritik an der „mangelnden Transparenz“ im Umgang mit dem SolarWinds-Hack. Dieser Angriff auf Bundesbehörden im Jahr 2020 zeigte erneut die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur.

Zudem übte sie Kritik an der Rolle von Microsoft im SolarWinds-Hack. Der Konzern war für die Verwaltung der Netzwerkinfrastruktur bei SolarWinds verantwortlich. Die Angriffe auf Bundesbehörden zeigten die Notwendigkeit für strengere Sicherheitsvorgaben.

Gesetzgebung zur Stärkung der Cybersicherheit

Ramirez setzte sich 2024 für ein Gesetz ein, das die Cybersicherheitsbranche stärken soll. Durch gezielte Förderung sollen unterrepräsentierte Gruppen aus benachteiligten Communities Zugang zum Berufsfeld erhalten. Damit will sie die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe erhöhen.

Das Gesetz sieht vor, „Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt“ in der Branche zu verankern. Besonders sollen Frauen, People of Color und Menschen aus einkommensschwachen Haushalten unterstützt werden.

Führungsumbesetzung: Ogles übernimmt Vorsitz

Mit dem Rücktritt von Swalwell und der Neuwahl von Ramirez schloss sich die vollständige Führungsumbesetzung des Unterausschusses. Der Republikaner Andy Ogles (Tennessee) übernahm bereits Ende 2024 den Vorsitz, nachdem der ehemalige Vorsitzende Andrew Garbarino (New York) die Leitung des Gesamtausschusses übernahm.

Ogles ist bekannt für seine „kritischen Positionen zur Cybersicherheitspolitik“ der Demokraten. Besonders hob er die Notwendigkeit für strengere Sicherheitsvorgaben bei kritischen Infrastruktursektoren hervor.

Der Unterausschuss hält am Mittwoch ein Hearing zur CISA ab. Die Behörde fungiert als Risikomanagement-Agentur für mehrere kritische Infrastruktursektoren. Eine Stellungnahme von Ogles zu seiner neuen Rolle steht noch aus.

Zukunft: CISA im Fokus des nächsten Hearings

Der Unterausschuss für Cybersecurity und Infrastrukturschutz hält am Mittwoch ein Hearing zur CISA ab. Die Behörde ist zentral für den Schutz kritischer Infrastruktur wie Energieversorgung oder Gesundheitsdaten.

Im Mittelpunkt steht die „Rolle der CISA als Risikomanagement-Agentur“. Besonders wird untersucht, wie die Behörde mit neuen Bedrohungen wie KI-gestützten Cyberangriffen umgeht.

Eine Stellungnahme der CISA zu den neuen Anforderungen steht noch aus.

Ramirez und Ogles zeigen mit ihrer neuen Führung, dass die Cybersicherheitspolitik des Repräsentantenhauses eine „neue Priorität“ erhält. Besonders der Schutz kritischer Infrastruktur vor neuen Bedrohungen steht im Fokus.

Das nächste Hearing am Mittwoch wird zeigen, wie die beiden neuen Vorsitzenden die „Herausforderungen der Cybersicherheitspolitik“ angehen.

Quelle: CyberScoop