Die Neigung, Niederlagen der Oilers auf das eigene Team zu reduzieren, statt die Stärken des Gegners zu würdigen, ist nachvollziehbar. Doch nach der 0:4-Niederlage gegen die Anaheim Ducks in Spiel 6 der Playoffs hat Connor McDavid diese Perspektive mit einem prägnanten Zitat zunichte gemacht: „Wenn man ein durchschnittliches Team mit hohen Erwartungen ist, wird man enttäuscht.“

Die Gegner spielen eine entscheidende Rolle. Nach vier aufeinanderfolgenden Erstrunden-Siegen gegen Teams, die sich auf defensive Stabilität konzentrierten – wie etwa die Los Angeles Kings –, traf Edmonton diesmal auf die Ducks. Ein junges, schnelles und offensivstarkes Team, das die verletzungsgeplagten und defensiv schwachen Oilers deutlich überforderte. Ryan Nugent-Hopkins brachte es auf den Punkt: „Das ist ein echtes Hockey-Team da drüben.“

Die Ducks sind sonst ein Team, das Fans begeistern könnte – wären sie nicht so unberechenbar und chaotisch. Sie behandeln ihre Verteidiger wie offensive Spieler, die nur leicht zurückfallen, und setzen einen Torhüter ein, dessen Fangquote kaum mit einer „9“ beginnt. Schade, dass Joel Quenneville das Team trainiert, sonst wäre es ein klarer Fanliebling.

Quelle: Defector