Apple hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 Rekordumsätze und Gewinne verbucht. Die Zahlen übertreffen die Erwartungen der Analysten deutlich und markieren das beste März-Quartal in der Unternehmensgeschichte. Gleichzeitig kündigte CEO Tim Cook seinen Rücktritt an – ein Zeichen für eine Ära des Wandels.
Rekordumsatz und starkes Wachstum
Das Unternehmen erzielte im Zeitraum von Januar bis März einen Umsatz von 111,18 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 17 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Nettogewinn stieg um 22 % auf 29,58 Milliarden US-Dollar, was einem Gewinn pro Aktie von 2,01 US-Dollar entspricht. Analysten hatten im Schnitt nur mit 1,95 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 109,46 Milliarden US-Dollar gerechnet.
Der Löwenanteil des Umsatzes entfiel mit 56,99 Milliarden US-Dollar auf den Verkauf von iPhones. Cook betonte in einer Stellungnahme, dass das Unternehmen in allen geografischen Segmenten ein zweistelliges Wachstum verzeichnet habe. Besonders die Nachfrage nach der iPhone-17-Serie trieb die Zahlen an, obwohl Lieferengpässe die Produktion weiterhin belasten.
Lieferengpässe und steigende Kosten
Trotz des Rekordumsatzes gibt es Schattenseiten: Apple kämpft mit Lieferengpässen bei hochmodernen Halbleitern, die für die Produktion der Geräte essenziell sind. Cook erklärte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass die Nachfrage nach dem neuen MacBook Neo „außergewöhnlich hoch“ sei und die Kapazitäten übersteige. Auch mehrere Mac-Modelle seien davon betroffen.
Zusätzlich zu den Lieferproblemen steigen die Speicherkosten. Cook warnte vor „deutlich höheren“ Kosten in den kommenden Quartalen. „Die Speicherkosten werden zunehmend unsere Geschäfte beeinflussen“, so Cook. Analysten wie Jake Behan von Direxion sehen darin ein Zeichen für die globale Knappheit bei Speicherchips, die durch den KI-Boom noch verschärft wird.
KI-Strategie und Siri-Upgrade
Neben den finanziellen Ergebnissen stand auch die Zukunftstechnologie im Fokus. Apple arbeitet intensiv an der Integration von KI in seine Produkte. Cook versprach für dieses Jahr ein „persönlicheres Siri“, ohne jedoch konkrete Zeitpläne zu nennen. Zudem kündigte er neue Software-Tools und Entwickler-Features an, die KI noch stärker in die Nutzererfahrung einbinden sollen.
„KI ist kein isoliertes Feature, sondern ein integraler Bestandteil unserer Geräte“, betonte Cook. Die Technologie soll schnell, personalisiert und datenschutzfreundlich sein. Bisher hinkt Apple jedoch hinter Konkurrenten wie Microsoft und Google hinterher, die bereits fortschrittlichere KI-Lösungen anbieten.
Abschied eines Tech-Pioniers
Die Rekordzahlen fallen in eine Phase des Übergangs: Tim Cook, der Apple seit 15 Jahren führt, wird noch in diesem Jahr seinen Posten als CEO räumen. Sein Nachfolger wird John Ternus, bisher Leiter der Hardware-Entwicklung. Cooks Amtszeit war geprägt von einem beispiellosen Wachstum des Unternehmens – der Marktwert stieg um über 3,6 Billionen US-Dollar, maßgeblich getrieben durch den Erfolg des iPhones.
Mit dem Abschied Cooks endet eine Ära, doch die Herausforderungen bleiben: Lieferkettenprobleme, steigende Kosten und der Wettbewerb im KI-Bereich erfordern weiterhin innovative Lösungen. Ob Apple diese meistern kann, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.