Das kalifornische Biotech-Start-up Kelonia Therapeutics wird von Eli Lilly für 3,2 Milliarden Dollar übernommen. Das Unternehmen entwickelt zellbasierte Therapien gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen. Die Übernahme markiert einen der größten Deals in der Branche und rettet Kelonia vor dem finanziellen Kollaps.
Laut internen Angaben verfügte Kelonia in den letzten fünf Jahren über ein Gesamtbudget von nur 60 Millionen Dollar. Mehrfach stand das Unternehmen kurz vor der Insolvenz, nachdem es fast kein Geld mehr hatte. Drei Mal innerhalb einer Woche war das Start-up nur noch wenige Tage von der Pleite entfernt, wie aus Branchenkreisen bekannt wurde.
Doch nun sichert sich Eli Lilly die vielversprechenden Technologien von Kelonia – mit der Option auf weitere Meilensteinzahlungen, die den Gesamtwert auf bis zu 6,4 Milliarden Dollar verdoppeln könnten. Die Übernahme unterstreicht das strategische Interesse des Pharmakonzerns an innovativen Zelltherapien.
Wie ein Risikokapitalgeber Kelonia vor dem Aus rettete
Der Risikokapitalgeber Venrock, der Kelonia ursprünglich gefördert hatte, spielte eine zentrale Rolle bei der Rettung des Start-ups. In einem aktuellen Interview mit STAT erklärte Bryan Roberts, Partner bei Venrock, wie das Unternehmen trotz finanzieller Engpässe eine Übernahme in Milliardenhöhe sichern konnte.
Roberts betonte, dass Kelonias wissenschaftliches Potenzial trotz der schwierigen finanziellen Lage überzeugte. Die zellbasierten Therapieansätze des Unternehmens gelten als vielversprechend für die Behandlung schwerer Erkrankungen. Venrock hatte Kelonia bereits in einer frühen Phase unterstützt und half, die notwendigen Investitionen zu mobilisieren.
Die Übernahme durch Eli Lilly zeigt, wie selbst angeschlagene Start-ups mit innovativen Technologien große Pharmakonzerne überzeugen können. Für Kelonia bedeutet der Deal nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch die Chance, seine Therapien in größerem Maßstab zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.