Tesla muss Hardware 3 nachrüsten
Tesla hat bisher keine Lösung, um älteren Fahrzeugen mit Hardware 3 volle Selbstfahrfähigkeiten (FSD) zu ermöglichen. Das gab Elon Musk während des jüngsten Quartalsberichts bekannt. Obwohl die Hardware 3 speziell für diese Funktion entwickelt wurde, scheitert sie an den technischen Grenzen.
Hardware 3 reicht nicht für uneingeschränktes FSD
Musk erklärte, dass die Hardware 3 nicht die notwendige Rechenleistung für uneingeschränktes FSD besitzt. Im Vergleich zur neueren Hardware 4 verfügt sie nur über ein Achtel der Speicherbandbreite – ein entscheidender Faktor für autonome Fahrfunktionen. Tesla hatte ursprünglich gehofft, dass Hardware 3 ausreicht, doch dies stellte sich als unmöglich heraus.
Upgrade-Programm für betroffene Fahrzeuge
Tesla plant nun, die Computer und Kameras in älteren Fahrzeugen durch Hardware 4 zu ersetzen. Betroffen sind etwa vier Millionen Fahrzeuge, die zwischen 2019 und Anfang 2023 produziert wurden. Nicht alle Besitzer haben jedoch die FSD-Funktion erworben.
Musk betonte:
"Langfristig macht es Sinn, alle Hardware-3-Fahrzeuge auf Hardware 4 umzustellen."
Ein flächendeckender Austausch in den Servicecentern wäre jedoch extrem zeitaufwendig. Tesla erwägt daher den Aufbau kleiner „Mikrofabriken“ in Großstädten, um die Umrüstung effizienter zu gestalten. Konkrete Pläne oder Baubeginne wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben.
FSD Version 14 kommt Ende Juni für Hardware 3
Bis dahin wird Tesla die FSD Version 14 für Hardware-3-Fahrzeuge Ende Juni veröffentlichen. Parallel dazu startet das Unternehmen die Produktion seiner humanoiden Roboter Optimus im Tesla-Werk Fremont. Die ersten Modelle sollen zwischen Juli und August vom Band rollen.
Tesla hatte kürzlich die Produktion der Modelle Model S und Model X eingestellt, um die Fabrik für die Roboterfertigung umzurüsten. Die letzten Fahrzeuge dieser Baureihe verlassen die Produktion im Mai. Dem Unternehmen bleibt damit nur wenig Zeit, um die bestehende Infrastruktur umzubauen.
Elon Musk ist bekannt für seine ambitionierten Zeitpläne – ob diese eingehalten werden können, bleibt abzuwarten.