Die Europäische Union hat einen vorläufigen Deal zur Stärkung der Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten wie Antibiotika, Insulin, Impfstoffen und Schmerzmitteln beschlossen. Damit sollen Lieferengpässe vermieden und die Abhängigkeit von Importen reduziert werden.
Das als Critical Medicines Act bezeichnete Gesetz zielt darauf ab, die Schwächen in den Lieferketten für über 200 als kritisch eingestufte Arzneimittel zu beheben. Dazu gehören auch Medikamente zur Behandlung seltener Krankheiten. Besonders während der Covid-19-Pandemie waren solche Engpässe deutlich spürbar.
„Mit dieser Vereinbarung setzen wir konkrete Maßnahmen um, um unsere Verwundbarkeit zu verringern, Lieferketten zu diversifizieren und die Kapazitäten Europas zu stärken, kritische Medikamente und deren Wirkstoffe näher an unseren Bedarf zu produzieren.“
— Neophytos Charalambides, Gesundheitsminister von Zypern
Die EU will damit ihre strategische Autonomie in der Pharmaindustrie erhöhen und die Versorgungssicherheit langfristig gewährleisten.