Ford hat für jeden Mustang mit Shelby-Badge bisher rund 800 Dollar an Lizenzgebühren gezahlt. Der Verzicht auf das Shelby-Badge beim neuen Mustang Dark Horse SC für das Modelljahr 2026 könnte dem Konzern somit Millionen einsparen. Laut Shelby American könnte der Name jedoch zu einem späteren Zeitpunkt wiederkehren, da solche Markenbezeichnungen zyklisch genutzt werden.
Lizenzkosten als entscheidender Faktor
Wie Ford Authority berichtet, belaufen sich die Lizenzgebühren für das Shelby-Badge auf etwa 800 Dollar pro verkauftem Fahrzeug. Obwohl weder Ford noch Shelby American die genaue Summe bestätigt haben, deuten mehrere Berichte darauf hin, dass die Kosten hoch genug sind, um die Entscheidung für den Mustang Dark Horse SC ohne Shelby-Bezug zu erklären. Der neue SC ist der Nachfolger des Shelby GT500, trägt jedoch nicht dessen Namen – obwohl er mit einem aufgeladenen V8 mit 795 PS und einem Startpreis von 103.490 Dollar die Top-Position in der S650-Mustang-Reihe einnimmt.
Strategische Neuausrichtung der Mustang-Linie
Ford betont, dass die Namenswahl bewusst erfolgte. Ziel ist es, das Fahrzeug direkt mit den Motorsport-Ambitionen des Konzerns zu verknüpfen. CEO Jim Farley hat wiederholt betont, dass der Mustang künftig mit Hochleistungsfahrzeugen wie dem Porsche 911 konkurrieren soll. Modelle wie der GTD und nun der SC unterstreichen diese Strategie. Sollte sich dieser Ansatz durchsetzen, könnte der Shelby-Name langfristig sogar weniger relevant werden.
Potenzielle Einsparungen in Millionenhöhe
Die Einsparungen durch den Verzicht auf das Shelby-Badge sind beträchtlich. In der vorherigen S550-Generation verkaufte Ford 24.211 Einheiten des Shelby GT350 und GT350R. Bei 800 Dollar Lizenzgebühren pro Fahrzeug summiert sich das auf über 19 Millionen Dollar. Der GT500 verkaufte sich 14.130 Mal, was weitere 11,3 Millionen Dollar an Lizenzkosten bedeutet hätte. Insgesamt könnten die Einsparungen somit bei über 30 Millionen Dollar liegen.
Shelby-Name könnte zurückkehren
Trotz des aktuellen Verzichts gibt es Hinweise darauf, dass der Shelby-Name in Zukunft wieder auftauchen könnte. Gary Patterson, Präsident von Shelby American, erklärte gegenüber Road & Track, dass solche Namensentscheidungen zyklisch seien. Ford habe in der Vergangenheit bereits Namen wie Boss, Mach 1, Bullitt und Cobra genutzt und könnte Shelby erneut einführen, sobald die Zeit dafür reif ist.
„Diese Namensentscheidungen sind zyklisch. Ford hat über Jahrzehnte immer wieder neue Namen eingeführt und wieder fallen lassen. Shelby könnte jederzeit zurückkehren.“
Gary Patterson, Präsident Shelby American