Der US-amerikanische Automobilhersteller Ford arbeitet an einem neuen Einstiegs-Elektro-Pickup, der ab etwa 30.000 US-Dollar (ca. 28.000 Euro) erhältlich sein soll. Wie Automotive News berichtet, setzt Ford dabei auf eine neu entwickelte Universal-EV-Plattform, die künftig auch in SUVs und Transportern zum Einsatz kommen wird.

Erste, noch unscharfe Bilder des neuen Modells veröffentlichte Ford-Chef Jim Farley kürzlich auf LinkedIn. Die Aufnahmen zeigen Ford-Manager, darunter Doug Field, der das Unternehmen kürzlich verlassen hat, im Gespräch über den neuen Pickup. Zu erkennen sind Details wie die Ladefläche und die Dachlinie des Fahrzeugs. Obwohl die Bilder nur einen flüchtigen Blick auf das Modell gewähren, deutet vieles auf eine kostengünstige und effiziente Konstruktion hin.

Kostensenkung durch neue Fertigungstechnologie

Ein zentraler Baustein des neuen Pickups ist das Unicasting-Verfahren, das Ford als Alternative zum bei Tesla eingesetzten Gigacasting entwickelt hat. Dabei werden große Aluminium-Gussteile in einem Stück gefertigt, was die Anzahl der benötigten Teile um 20 Prozent und die Anzahl der Schrauben um 25 Prozent reduziert. Zudem sinkt der Bedarf an Montagestationen in den Werken um 40 Prozent. Diese Maßnahmen sollen die Produktionskosten deutlich senken und die Effizienz steigern.

Die neue Plattform basiert auf einer modularen Bauweise, bei der Vorderwagen, Hinterwagen und der strukturelle Batteriepack in separaten Fertigungslinien produziert und erst in der Endmontage zusammengefügt werden. Laut Ford-Chef Jim Farley wird das neue Modell zudem über eine deutlich kürzere und leichtere Verkabelung verfügen: Die Verdrahtung soll mehr als 4.000 Fuß (1,3 Kilometer) kürzer und 10 Kilogramm leichter sein als bei den ersten Elektrofahrzeugen des Herstellers.

Technische Details und mögliche Namensgebung

Während die genauen technischen Spezifikationen des Pickups noch nicht bekannt sind, deutet alles darauf hin, dass er mit Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) ausgestattet sein wird. Diese Batterietechnologie ist zwar weniger energiedicht als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus, bietet aber Vorteile wie längere Lebensdauer, geringere Kosten und höhere Sicherheit.

Ein weiterer interessanter Hinweis: Ford könnte den historischen Namen Ranchero wiederbeleben. Der Name wurde zuletzt 1979 für ein Pickup-Modell verwendet und könnte nun für den neuen Elektro-Pickup wiederbelebt werden.

Zukunftspläne trotz Kürzungen im EV-Bereich

Ford hat in den letzten Monaten seine Pläne für Elektrofahrzeuge deutlich reduziert, darunter die Streichung mehrerer Modelle und die Verschiebung von Investitionen. Dennoch setzt der Hersteller weiterhin auf die Entwicklung des neuen kompakten E-Pickups, der die Lücke zwischen dem teureren F-150 Lightning und günstigeren Elektrofahrzeugen schließen soll. Die Markteinführung ist für 2027 geplant.

Quelle: CarScoops