Interne Anweisung an Weißes Haus-Mitarbeiter geleakt
Eine streng vertrauliche E-Mail von Susie Wiles, Stabschefin im Weißes Haus, an die Mitarbeiter des Executive Office of the President (EOP), wurde am Freitag von Politico veröffentlicht. Die Anweisung vom März 2024 verbietet ausdrücklich die Weitergabe von Informationen an die Presse ohne vorherige Genehmigung durch das Büro für Kommunikation des Weißen Hauses.
Null-Toleranz-Politik gegen Leaks
In der E-Mail heißt es:
"Kein Mitarbeiter des Executive Office of the President darf ohne ausdrückliche Zustimmung des Weißen Haus-Kommunikationsbüros mit Vertretern der Medien sprechen. Unautorisierte Leaks werden nicht toleriert und können bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen."
Wiles betonte zudem die möglichen Konsequenzen für die nationale Sicherheit:
"Die Missachtung dieser Richtlinie kann zu erheblichen Störungen der laufenden Operationen führen und potenziell Missionen sowie Aktivitäten von nationaler Bedeutung gefährden."
Hintergrund und Reaktionen
Die strengere Kontrolle der Kommunikation folgt auf öffentliche Auseinandersetzungen zwischen dem Pentagon und der Presse, insbesondere unter Verteidigungsminister Pete Hegseth. Gleichzeitig setzt sich Präsident Donald Trump weiterhin öffentlich mit einzelnen Journalisten und Medien auseinander.
Die Weißes-Haus-Sprecherin Liz Huston verteidigte die Anweisung gegenüber Politico und bestätigte eine Null-Toleranz-Politik gegenüber unautorisierten Medienkontakten. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die interne Disziplin in der Verwaltung zu stärken.
Kritik an Susie Wiles und neue Perspektiven
Die E-Mail wurde nur wenige Monate nach einem umstrittenen Interview von Wiles mit Vanity Fair veröffentlicht, in dem sie unter anderem den Präsidenten als "alkoholabhängig" bezeichnete und Elon Musk als "offenbaren Ketamin-Konsumenten" beschrieb. Während einige Medien diese Aussagen kritisch bewerteten, sahen die Moderatorinnen der Talkshow The View darin eine strategische Kommunikation.
Die Veröffentlichung der internen Anweisung wirft erneut Fragen über Transparenz und Kontrolle innerhalb der aktuellen Regierung auf.