Die Grenze zwischen Realität und Satire verschwimmt immer mehr: Was bei Saturday Night Live (SNL) als übertriebene Comedy-Idee galt, wurde kurze Zeit später zur Realität. Wie Colin Jost, Moderator der Rubrik Weekend Update und bekannt für seine Parodien von Pete Hegseth, im Gespräch mit Jimmy Fallon auf The Tonight Show erklärte, wurde ein geplanter Sketch verworfen – weil er zu unglaubwürdig erschien.
Jost erinnerte sich an die Entstehungsidee: „Vor etwa zwei Monaten haben wir Ideen für einen Cold Open entwickelt. Ich fragte mich: Wäre es lustig, wenn Hegseth genau jenen Bibelvers aus ‚Pulp Fiction‘ zitieren würde?“
Für Unwissende: In Quentin Tarantinos Kultfilm rezitiert Samuel L. Jackson eine leicht abgewandelte Version des Ezekiel-Verses. Doch der Vorschlag wurde schnell verworfen.
„Wir haben darüber gesprochen und waren uns einig: Das wäre zu absurd. Es würde zu viel Zeit im Cold Open beanspruchen und wir hätten das Gefühl, es würde nicht…“, so Jost. „Doch dann tat er es tatsächlich – nur zwei Wochen später!“
Tatsächlich zitierte Pete Hegseth, ehemaliger Fox News-Moderator und aktuell US-Verteidigungsminister, den berühmten Satz während einer Veranstaltung im Pentagon. Die Parodie bei SNL war damit Realität geworden – noch bevor sie ausgestrahlt wurde.
Josts Auftritt bei The Tonight Show unterstreicht einmal mehr, wie nah die Comedy-Shows der Realität kommen. Die vollständige Unterhaltung mit Jimmy Fallon ist im Video oben zu sehen.