Chloe Fineman ist aktuell die unangefochtene Königin der Stimmenimitationen bei ‚Saturday Night Live‘. Doch der Weg dorthin war für die Komikerin nicht immer einfach.

„Seit ich bei der Show bin, hat sich meine Beziehung zu Imitationen dramatisch verändert“, erklärte Fineman in der aktuellen Folge von ‚The Rundown‘, dem digitalen Format von ‚SNL‘. „Als ich anfing, kannte ich diese Menschen nicht. Ich wäre ihnen nie begegnet. Meine Imitationen waren damals eher ‚Shots Fired‘ – heute erhalte ich zu allem Feedback. Die Leute lieben es oder hassen es.“

‚The Rundown‘ ist eine digitale Serie, in der ehemalige und aktuelle ‚SNL‘-Darsteller ihre Lieblingssketche auswählen und in eine neue Reihenfolge bringen. Bisherige Gäste wie Colin Jost, Dana Carvey oder Bowen Yang wählten dabei jeweils einen bestimmten Sketch-Typ aus. Fineman war für die Auswahl eines Imitations-Sketches zuständig.

In dem Video begann sie mit ihrer Parodie von Drew Barrymore, die sie mit den Worten einleitete: „Ich bin so begeistert, über Imitationen und ‚Saturday Night Live‘ zu sprechen.“ Barrymore war laut Fineman die erste Prominente, die sie für einen vorproduzierten Sketch bei ‚SNL‘ imitierte. „Ich kannte sie damals nicht persönlich, aber meine Bewunderung für sie ist grenzenlos. Wir wollten sie nicht verletzen, sondern liebevoll auf die Schippe nehmen“, sagte Fineman. „Ihre Reaktion darauf war perfekt.“

Im weiteren Verlauf des Interviews sprach Fineman über die Kunst der Stimmenimitation. Sie betonte, dass die Genauigkeit einer Parodie oft weniger wichtig ist als die Fähigkeit, etwas Lustiges oder Charakteristisches in der Figur zu finden. Als herausragende Beispiele nannte sie Fred Armisens Darstellung von Prince und Kate McKinnons Version von Justin Bieber.

„Kate hat die Regeln neu geschrieben: Sie zeigte, wie man gleichzeitig sexy, lustig und nicht verletzend sein kann“, erklärte Fineman. „Sie war eine der Ersten, die wirklich wie ein Junge aussah – und dabei so charmant und witzig blieb.“

Für ihren Beitrag zu ‚SNL‘ wählte Fineman schließlich den ikonischen Sketch „Liza Minnelli versucht, eine Lampe auszuschalten“ mit Kristen Wiig aus. „Erst nach sieben Jahren bei der Show ist mir klar geworden, dass ‚SNL‘ eine Varieté-Show ist – und wir haben hier jede Menge Vielfalt“, resümierte sie. „Ich trage mit meinen Imitationen dazu bei und fühle mich in dieser Vielfalt wohl. Die Devise lautet: Imitationen mit Liebe – das ist das Erfolgsrezept der Show.“

Quelle: The Wrap