Der Mai-Kinostart hat einen neuen Rekord aufgestellt: Bis zum 13. Mai wurden in den USA bereits 405 Millionen Dollar eingespielt – der zweitbeste Wert der letzten zehn Jahre. Verantwortlich dafür waren vor allem „The Devil Wears Prada 2“, „Michael“ und das Wochenende-Rekordhoch von „Mortal Kombat II“.

Doch die heiße Phase neigt sich dem Ende zu. Für den Rest des Monats sind nur zwei Filme mit einem Eröffnungswochenende von über 10 Millionen Dollar geplant: „The Mandalorian Grogu“ (80+ Millionen Dollar an Memorial Day) und A24s „The Backrooms“ (ca. 20 Millionen Dollar eine Woche später).

Auch das kommende Wochenende bringt keine großen Überraschungen. Die neuen Titel „Obsession“ (Focus Features), „Is God Is“ (Amazon MGM) und „In the Grey“ (mit Jake Gyllenhaal und Henry Cavill) kämpfen um Aufmerksamkeit. „Obsession“ könnte mit 7–9 Millionen Dollar starten, wenn die Mundpropaganda nach der Premiere so stark ist wie bei der Toronto-Vorführung. Dennoch wird „The Devil Wears Prada 2“ voraussichtlich weiter auf Platz 1 bleiben – und Disney damit jeden Mai-Wochenend-Champion stellen.

Für die Kinos bedeutet das: Vor dem Memorial-Day-Wochenende, das deutlich schwächer ausfallen wird als 2023, steht eine ruhige Phase bevor. Daniel Loria, SVP bei Boxoffice, erklärt:

„Ich habe seit Wochen darauf hingewiesen, dass Memorial Day nicht an die Zahlen von 2023 heranreichen wird – und auch Thanksgiving wird ohne große Blockbuster wie einen Disney-Fortsetzer oder ‚Wicked‘ deutlich schwächer ausfallen.“

Während die Haltefilme „Michael“ und „Prada 2“ die Kassen füllen, wird das Memorial-Day-Wochenende voraussichtlich unter 200 Millionen Dollar bleiben – weit entfernt vom Rekord von 330 Millionen Dollar im Vorjahr. Damit wird der Mai zwar nicht die Milliardenmarke knacken, aber mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2023 (967 Millionen Dollar) abschließen.

Ein Studio geht sogar von einem 4,3-Milliarden-Dollar-Sommer aus – trotz des schwächeren Starts. Die Hoffnung ruht nun auf Filmen wie „Toy Story 5“ (ab Mitte Juni), „Masters of the Universe“ (Amazon MGM), „Scary Movie“ (Paramount) und „Disclosure Day“ (Universal).

Quelle: The Wrap