Die US-amerikanische Schauspielerin Tati Gabrielle ist seit Jahren ein fester Bestandteil von Videospiel-Adaptionen wie „Uncharted“ und „The Last of Us“. Mit ihrer Rolle als Jade in „Mortal Kombat II“ fügt sie nun eine weitere ikonische Figur zu ihrer Karriere hinzu. In einem exklusiven Interview mit TheWrap sprach sie über ihre Verbindung zu der Figur und die Herausforderungen der Neuinterpretation eines Kultcharakters.

Eine lebenslange Verbindung zu Jade

Mortal Kombat war immer ein Teil meines Lebens“, erklärt Gabrielle. „Meine ältere Schwester, die in den 80ern geboren wurde, hat mich damit vertraut gemacht. Sie war ein echter Fan der Serie und hat mir Jade vorgestellt – die einzige Figur, die mir ähnlich sah. Als Kind konnte ich mich in ihr wiedererkennen.“

Diese emotionale Bindung veranlasste Gabrielle, die Rolle in der Neuauflage zu übernehmen. „Es geht darum, den Fans Respekt zu zollen, die diese Welt lieben. Gleichzeitig müssen wir Neues wagen, denn was die Menschen noch nicht gesehen haben, könnte sie überraschen“, sagt sie. „Ich habe Jade als Kind geliebt, und ich werde alles tun, um diese Liebe zu bewahren – damit die Fans sie ebenfalls spüren.“

Von der Karateka zur Stunt-Darstellerin

Gabrielles Karriere ist geprägt von körperlicher Disziplin. Mit einem schwarzen Gürtel in Karate und jahrelanger Erfahrung in Kampfsportarten brachte sie ideale Voraussetzungen für die Rolle mit. „Ich habe sehr früh mit Kampfsport angefangen“, erzählt sie. „Als ich für den Film gecastet wurde, wusste das Stunt-Team nichts von meinem Hintergrund. Der Stunt-Koordinator wollte mich zunächst nicht selbst kämpfen lassen.“

Doch Gabrielle setzte sich durch. „Ich habe mein ganzes Leben darauf hingearbeitet, besonders für den Einsatz des Bo-Stabs. Zwar kannte ich bereits japanische Kampftechniken, aber für diesen Film musste ich mich in den chinesischen Stil einarbeiten – das war eine echte Herausforderung.“

Repräsentation und neue Generationen

Als biraciale Schauspielerin sieht Gabrielle ihre Rolle als Jade auch als wichtige Repräsentation. „Meine Trainerin hat mir früh Bruce Lee und Jet Li nähergebracht. Filme wie ‚Colombiana‘ mit Zoe Saldaña zeigten mir, wie wichtig es ist, sich in einer Figur wiederzufinden“, erklärt sie. „Jade war schon in den 90ern eine der wenigen Figuren, die einer Person of Color ähnelte – und das macht sie bis heute besonders.“

Mit „Mortal Kombat II“ betritt Gabrielle nicht nur die große Leinwand, sondern ehrt auch eine Figur, die für viele Fans eine besondere Bedeutung hat. Ihre Leidenschaft für Kampfkunst und ihre emotionale Verbindung zu Jade machen sie zur idealen Besetzung – und zu einer Stimme für mehr Diversität in der Unterhaltungsbranche.

Quelle: The Wrap