Die Diskussion über die jüngste Generation im Berufsleben ist vorbei: Gen Alpha hat die Bühne betreten. Obwohl die ältesten Vertreter dieser Generation gerade erst in die Teenagerjahre kommen, sind sie finanziell motiviert und bereit, ihr eigenes Geld zu verdienen. Wer schon einmal mit einem Gen-Alpha-Kind zusammengelebt hat, das besessen von Marken und Produkten ist oder ständig nach Möglichkeiten sucht, eigenes Geld zu verdienen, weiß: Hier wächst eine Generation von Machern heran – selbst wenn sie zunächst nur ihre Eltern "ausbeutet".

Doch neue Daten der PR- und Marketingagentur DKC liefern noch tiefere Einblicke in die finanzielle Welt von Gen Alpha. In einer Umfrage unter 1.000 Eltern von 8- bis 15-Jährigen wurden die finanziellen Interessen und Verhaltensweisen ihrer Kinder untersucht. Die Ergebnisse bestätigen frühere Studien: Gen Alpha ist bereits jetzt finanziell erstaunlich versiert.

95 % der Gen-Alpha-Kinder verdienen eigenes Geld

Laut der aktuellen Erhebung verdienen 95 % der befragten Kinder dieser Generation bereits eigenes Geld. Die Wege, wie sie zu ihrem Taschengeld kommen, sind vielfältig:

  • 85 % erhalten ein regelmäßiges Taschengeld – wobei 55 % der Eltern angeben, dass ihre Kinder es sich durch gute Leistungen oder bestimmte Aufgaben erst verdienen müssen.
  • 67 % bekommen Geld für gutes Benehmen oder gute Schulnoten, 78 % für Haushaltsaufgaben wie Staubsaugen oder Müll rausbringen.
  • Doch Gen Alpha bleibt nicht nur im heimischen Umfeld aktiv: 57 % verdienen Geld durch Babysitten, Gartenarbeit oder andere Nebenjobs, während 14 % sogar online Waren verkaufen oder weiterverkaufen.

Das verdiente Geld ist dabei keineswegs nur Kleingeld: Im Schnitt verfügen Gen-Alpha-Kinder über 52 US-Dollar pro Woche – ein Anstieg von 7 US-Dollar im Vergleich zu vor zwei Jahren. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das 2.704 US-Dollar eigenes Geld.

Online-Welten und Markenpräsenz prägen Gen Alpha

Die Welt, in der Gen Alpha aufwächst, ist eine digitale – und sie ist voller Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Influencer zeigen ihnen täglich, wie man durch skurrile oder kreative Methoden Aufmerksamkeit und damit auch Einkommen generiert: ob durch gemeinnützige Aktionen, peinliche Challenges für Klicks oder ungewöhnliche Dienstleistungen wie das Power-Waschen von Nachbars Mülltonnen. Gleichzeitig sind Marken und Produkte allgegenwärtig – und das prägt auch die Kaufentscheidungen im Haushalt.

Die Umfrage zeigt: Eltern bestätigen, dass ihre Gen-Alpha-Kinder maßgeblich bei Konsumentscheidungen mitreden. So geben Eltern an, dass etwa die Hälfte aller Haushaltsausgaben von ihren Kindern beeinflusst werden. 69 % der Eltern lernen von ihren Kindern über neue Marken, 71 % haben sogar bereits ihre eigenen Kaufgewohnheiten aufgrund der Empfehlungen ihrer Kinder geändert. 61 % der Eltern gehen regelmäßig mit ihren Kindern einkaufen, und fast die Hälfte (49 %) kauft Produkte, die ihre Kinder in Online-Werbung oder bei Influencern gesehen haben.

Wofür gibt Gen Alpha ihr Geld aus?

Die beliebtesten Ausgabenkategorien der jungen Generation sind wenig überraschend: An erster Stelle stehen Lebensmittel, gefolgt von Kleidung, Elektronik und Spielzeug. Doch die finanzielle Selbstständigkeit von Gen Alpha geht über den Konsum hinaus – sie zeigt auch, wie früh diese Generation lernt, mit Geld umzugehen und Marken zu beeinflussen.

"Gen Alpha wächst in einer Welt auf, in der finanzielle Unabhängigkeit und Markenpräsenz eng miteinander verknüpft sind. Sie sind nicht nur die Konsumenten von morgen, sondern bereits heute entscheidende Player in der Wirtschaft."