Der Pittsburgh Steelers Wide Receiver George Pickens hat sein Franchise-Tender über 27,298 Millionen Dollar noch nicht unterzeichnet. Obwohl die Möglichkeit besteht, dass er dies noch tut, bleibt die Situation vorerst offen. Laut Todd Archer von ESPN hat Pickens die Unterlagen bisher nicht akzeptiert.
Technisch gesehen reicht bereits eine einfache Bestätigung – etwa per E-Mail – aus, um das Tender anzunehmen. Doch bis dahin gilt Pickens nicht als vertraglich gebunden. Die Annahme des Tenders hätte jedoch weitreichende Konsequenzen: Der Spieler könnte für das jährliche Pflicht-Minicamp, das Training Camp oder sogar für Vorbereitungsspiele gesperrt werden.
Mögliche Gründe für eine frühe Annahme
Einige Spieler entscheiden sich, das Tender früh zu akzeptieren, um sich voll auf die Saison vorzubereiten und ihre Chancen auf einen lukrativen Free-Agent-Vertrag im folgenden Jahr zu erhöhen. Bei Pickens ist jedoch wahrscheinlicher, dass die Cowboys ihn erneut mit einem Franchise-Tag versehen würden. Laut Regelwerk stünde ihm dann eine Gehaltserhöhung von 20 Prozent zu – also etwa 32,75 Millionen Dollar für 2026. Dennoch läge dieser Betrag deutlich unter dem aktuellen Marktwert von rund 42,15 Millionen Dollar pro Jahr.
Handelsoptionen und Deadline
Die Annahme des Tenders würde Pickens zudem handelbar machen. Möglicherweise wurde die vorzeitige Meldung über eine mögliche Unterzeichnung lanciert, um während des Drafts Interesse an einer Transaktion zu wecken. Allerdings gibt es eine entscheidende Frist: Sollte ein Trade nach dem 15. Juli stattfinden, könnte der neue Verein Pickens nicht mit einem Mehrjahresvertrag ausstatten. Diese Regel gilt für alle franchise-getaggten Spieler. Ein Szenario wie bei Micah Parsons – ein Trade während der Preseason mit anschließendem Mehrjahresvertrag – wäre damit ausgeschlossen.
Falls Pickens doch noch vor dem 15. Juli getradet wird, bliebe dem neuen Team nur ein Einjahresvertrag mit exklusiven Verhandlungsrechten für die folgende Saison. Alternativ könnte der Spieler erneut getaggt werden, falls keine Einigung erzielt wird.