NEW YORK – Die New York Jets stehen vor einer entscheidenden Weichenstellung beim NFL-Draft 2026. Nach einer enttäuschenden ersten Saison unter Head Coach Aaron Glenn müssen sie beim zweiten Pick eine strategische Entscheidung treffen.

Mit Fernando Mendoza, dem einzigen Top-Quarterback-Talent in diesem Jahrgang, rechnen Experten nicht mehr mit einer Verfügbarkeit bis zum zweiten Pick. Daher wird Geno Smith vorerst die Position als Starting-Quarterback behalten – zumindest bis zur nächsten, stärker besetzten QB-Klasse.

Die Jets benötigen dringend Verstärkung in der Defensive, die in der vergangenen Saison mit Platz 31 in der Punkteverteilung (29,6 Punkte pro Spiel) und null Interceptions eine der schwächsten der Liga war. Trotz der Verpflichtungen von Safety Minkah Fitzpatrick und Linebacker Kingsley Enegbare fehlt ein grundlegender Baustein, der das Niveau der gesamten Defense heben kann.

Zwei Top-EDGE-Spieler im Fokus

Die Buchmacher sehen die Jets vor der Wahl zwischen zwei vielversprechenden EDGE-Spielern, die als Game-Changer in der Defensive gelten könnten. Die aktuellen Quoten (Stand: FanDuel) zeigen:

  • Arvell Reese (-185) – Der Ohio-State-Absolvent gilt als Favorit für den ersten Nicht-Quarterback im Draft. Reese überzeugt mit seiner Athletik, Schnelligkeit und Pass-Rush-Fähigkeiten. Als All-American und Butkus-Award-Finalist (bester Linebacker der Nation) hat er bereits auf höchstem College-Niveau überzeugt. Sein modernes Skillset könnte Glenn die dringend benötigte sofortige Wirkung verleihen.
  • David Bailey (+140) – Der ehemalige Stanford-Spieler, jetzt bei Texas Tech, gilt als sicherer Defensiv-Prospekt. Mit 14,5 Sacks und 19,5 Tackles für Verlust in der letzten Saison überzeugte er als explosiver Pass-Rusher. Bailey könnte Glenns Vision eines langfristigen Grundpfeilers der Defense entsprechen.

Mögliche Trade-Szenarien

Sollten die Jets den zweiten Pick handeln, könnte ein Team auf der Suche nach einem einzigartigen Playmaker – möglicherweise Reese oder seinen Teamkollegen Sonny Styles (+4500) – einsteigen. Ein Trade würde den Jets zusätzliche Draft-Picks einbringen, um weitere Talente zu sichern.

Expertenmeinungen und Prognosen

„Reese hat das Potenzial, sofort als Edge-Rusher oder Off-Ball-Linebacker zu glänzen. Seine Vielseitigkeit macht ihn zu einem idealen Kandidaten für Glenns defensive Neuausrichtung.“
– NFL-Analyst der ESPN

„Bailey ist ein sicherer Wert. Er hat die physischen Attribute, um über ein Jahrzehnt als dominanter Pass-Rusher zu wirken. Für die Jets wäre er ein Game-Changer.“
– Scout der Pro Football Focus

Fazit: Wer passt besser zu den Jets?

Die Entscheidung zwischen Reese und Bailey hängt von Glenns defensiver Philosophie ab. Reese bietet mehr Flexibilität und sofortige Wirkung, während Bailey als langfristiger Anker der Defense gelten könnte. Unabhängig von der Wahl wird der zweite Pick für die Jets entscheidend sein, um die Defensive nachhaltig zu stärken und die Playoff-Chancen zu erhöhen.

Quelle: SB Nation