Der US-amerikanische Komiker Jimmy Kimmel hat in seiner Late-Night-Show Jimmy Kimmel Live! vor dem Muttertag eine ungewöhnliche Kritik geäußert: Der Feiertag fördere bei Kindern eine Haltung, die er mit Donald Trump verglich.
„Hier ist das Problem mit dem Muttertag – vielleicht geht es euch ähnlich“, erklärte Kimmel in seiner monatlichen Ansprache. „Ich muss Geschenke für meine Kinder kaufen, die dann so tun, als hätten sie sie selbst ausgesucht. Und obwohl meine Frau genau weiß, wer die Sachen besorgt hat, muss ich zusehen, wie wir dieses Theater spielen: ‚Danke, das ist toll!‘“
„Wir bringen Kindern bei, sich Dinge anzueignen, an denen sie gar nicht beteiligt waren – wie kleine Donald Trumps!“, fügte der Moderator sarkastisch hinzu.
Kimmel nutzte die Gelegenheit, um auch die Politik der Trump-Administration zu kommentieren. So nahm er Bezug auf einen kürzlichen Post von Ex-Präsident Donald Trump auf Truth Social, in dem dieser einen Vergleich zwischen dem aktuellen Krieg im Iran und früheren US-Militäreinsätzen veröffentlichte.
„Ich wette, das ist nicht der einzige Chart, der zeigt, dass seiner der kürzeste ist“, spottete Kimmel. „Wenn die Botschaft lautet: ‚Hey, es ist nicht so schlimm wie der Bürgerkrieg‘, dann läuft es nicht gut.“
Spitze gegen Marco Rubio und Kash Patel
Zuvor hatte der Komiker Außenminister Marco Rubio auf die Schippe genommen. Dieser hatte kürzlich den Papst besucht, um die „wiederholten Spannungen“ zwischen Trump und dem Vatikan zu „reparieren“.
„Der Präsident wäre persönlich zum Papst gegangen, aber man hielt es für zu gefährlich“, erklärte Kimmel. „Wenn er eine Kirche betritt, beginnt das Weihwasser zu kochen.“
Auch FBI-Direktor Kash Patel geriet in die Kritik. Medienberichten zufolge soll er nicht nur für exzessiven Alkoholkonsum bekannt sein, sondern auch dafür, dass er seinen Mitarbeitern personalisierte Alkoholflaschen schenkt. Kimmel kommentierte dies mit:
„Wie wütend muss jetzt Verteidigungsminister Pete Hegseth sein? ‚Die zwingen mich, auf Alkohol zu verzichten!‘“
Patel habe zudem rund zwei Dutzend Sicherheitskräfte und Mitarbeiter einem Lügendetektortest unterzogen und wirke „panisch“, so der Moderator. „Klingt für mich, als bräuchte jemand einen Drink – richtig?“