Jimmy Kimmel hat auf seiner Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live!“ eine eigene Version des Weißen Haus-Korrespondentenballs präsentiert – inspiriert von Kid Rocks Protest gegen den Super-Bowl-Halbzeitshow-Auftritt von Bad Bunny. Während die offizielle Veranstaltung in Washington auf einen Mentalisten als Hauptact setzte, übernahm Kimmel selbst die Rolle des scharfzüngigen Moderators und lieferte sich eine bissige Abrechnung mit der politischen Elite.

„Normalerweise würde ein Comedian kommen und die Mächtigen – inklusive des Präsidenten – durch den Kakao ziehen“, erklärte Kimmel. „Doch unser Präsident ist ein empfindliches Schneeflöckchen mit der dünnsten Haut, die je ein Mensch besessen hat. Deshalb gibt es dieses Jahr keinen Comedian.“ Mit beißendem Sarkasmus fügte er hinzu: „Ich dachte mir: Warum nicht einfach Kid Rocks Beispiel folgen und die Witze machen, die ein Comedian sonst über diesen Präsidenten ziehen würde – wenn er nicht so ein zitterndes Drama-Queen wäre, das Angst vor Humor hat.“

In Anzug und Fliege schlüpfte Kimmel in die Rolle des Gastgebers der „All-American White House Correspondents’ Dinner“ – eine klare Anspielung auf Kid Rocks „All-American Halftime Show“. Seine Begrüßung an das Publikum war gespickt mit scharfen Anspielungen:

„Willkommen zum Weißen Haus-Korrespondentenball 2026! Seht euch nur an, wie ihr euch herausgeputzt habt – Anzüge, Abendkleider. Ich habe seit den Trump-Epstein-Dokumenten nicht mehr so viel Schwarz gesehen.“

Seine Kritik an Donald Trump gipfelte in einer Reihe von zynischen Kommentaren. So bemerkte er etwa:

„Der Präsident wollte nicht, dass ich heute Abend Witze über ihn mache – aber er wollte mir auch nicht 130.000 Dollar zahlen, um den Mund zu halten. Also sind wir hier. Tut mir leid, Pilzschwanz.“

Kimmel setzte seine Angriffe fort und warf Trump vor, sich selbst mit Jesus zu vergleichen:

„Er versteht, warum die Leute ihn für Jesus halten. Immer wenn er einen Raum betritt, sagen sie: ‚Christ, er ist wieder da.‘“

Auch Trumps markantes Aussehen blieb nicht verschont:

„Wer hat dir dein Make-up gemacht? Kraft Singles?“
Eine weitere Spitze galt Trumps politischer Agenda:
„Sein Vermächtnis wird wohl darin bestehen, Wind zu brechen und Gas zu passieren – dank seiner Energiepolitik.“

Nicht verschont blieb auch Melania Trump: Kimmel persiflierte ihre kritisch beäugte Dokumentation mit den Worten:

„Wie Sie wissen, ist Melania jetzt Filmstar. Ihr Dokumentarfilm hat auf Rotten Tomatoes gerade einmal 10%. Der Name der Website ist übrigens eine Anspielung auf die Hoden ihres Mannes.“
Er fügte hinzu:
„Herzlichen Glückwunsch, Madam First Lady, zu dieser riesigen Leistung. Die erste bewegungslose Filmaufnahme der Geschichte.“

Auch Vizepräsident JD Vance, Stephen Miller und Kash Patel gerieten ins Visier des Comedians, den er sarkastisch als „eine Gruppe von Patrioten“ bezeichnete – bevor er ihre jeweiligen Kontroversen aufs Korn nahm. Den Abschluss bildete eine Spitze gegen FCC-Vorsitzenden Brendan Carr, der im September versucht haben soll, Kimmels Sender aus dem Programm zu werfen:

„Er sagte, wir könnten das auf die leichte oder die harte Tour regeln –“
Quelle: The Wrap