In seiner aktuellen Podcast-Folge von „The Joe Rogan Experience“ nahm der Moderator und Komiker Joe Rogan kein Blatt vor den Mund, als er sich zu den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Ex-Präsident Donald Trump und den Medienpersönlichkeiten Jimmy Kimmel sowie James Comey äußerte.
Der Anstoß kam von Gast Mark Normand, der die jüngsten Konflikte zwischen Trump und Kimmel thematisierte. Kimmel hatte in einer satirischen Rede beim White House Correspondents’ Dinner die damalige First Lady Melania Trump als „erwartungsvolle Witwe“ bezeichnet – nur wenige Tage vor dem Attentat auf Donald Trump während des Events. Normand kommentierte:
„Das ganze Kimmel-Gedöns ist einfach nur nervig. Dieser Streit um Witze. Hört auf, Comedy zu unterdrücken.“
Rogan stimmte dieser Einschätzung zu und verwies auf eine frühere Aussage des Komikers Adam Carolla, der darauf hingewiesen hatte, dass Kimmele Äußerungen zunächst kaum Beachtung fanden. Erst nach dem Attentat wurde die Debatte öffentlich geführt.
„Adam Carolla hatte einen guten Punkt: Kimmel hat den Witz am Donnerstag gemacht. Am Freitag interessierte das niemanden. Erst am Samstagabend, nach dem Attentat, wurde plötzlich jeder wütend auf Kimmel.“
Später im Podcast ging Rogan auch auf die Anklage gegen Ex-FBI-Direktor James Comey ein. Dieser wurde kürzlich wegen eines harmlosen Fotos mit einer Muschelschale angeklagt, auf der die Zahlen „86-47“ zu sehen waren. Rogan kommentierte sarkastisch:
„Das ist doch verrückt! Keine Verhaftungen im Epstein-Fall, aber Comey wird wegen eines Muschelbildes angeklagt. 86-47 bedeutet einfach nur ‚Rauswurf‘ – das ist doch lächerlich. Wer jemanden für so etwas festnimmt, hat wirklich nichts Besseres zu tun.“
Er unterstellte der Trump-Administration, gezielt nach Vorwänden zu suchen, um Comey zu belasten:
„Wenn der Mann wirklich schuldig wäre, hätte man mehr Beweise als nur ein Muschelbild.“
Rogans Aussagen fallen in eine Zeit, in der Trump erneut die Entlassung Jimmy Kimmele von ABC forderte und das Justizministerium Comey wegen der Muschelschale anklagte. Beide Fälle werfen Fragen zum Schutz der Meinungsfreiheit auf und werfen ein kritisches Licht auf die Haltung der Trump-Regierung gegenüber Kritikern.