Los Angeles Bürgermeisterin Karen Bass hat sich in einer deutlichen Stellungnahme für eine unbegrenzte kalifornische Filmsteuergutschrift ausgesprochen. Gleichzeitig unterstützt sie eine bundesweite Steuervergünstigung für Film- und Fernsehproduktionen. In ihrer Botschaft vom Freitag betonte sie:
„Wir müssen in diesem Kampf nichts zurückhalten. Diese Branche ist essenziell für unsere Mittelschicht und für das, wer wir als Stadt sind.“
Bass‘ Positionierung steht im Einklang mit ihrer politischen Rivalin, Stadträtin Nithya Raman. Zudem äußerte sie sich kritisch zur geplanten Fusion von Paramount und Warner Bros. Sie lehnt das Vorhaben ab, sofern damit massive Stellenstreichungen verbunden sind.
„Ich kann ein Abkommen nicht unterstützen, das zu massiven Jobverlusten führt“,erklärte Bass und forderte die Bundesaufsichtsbehörden auf, während des Genehmigungsverfahrens Arbeitsplatzsicherung und kreative Freiheit durchzusetzen. Gleichzeitig rief sie die Führung von Paramount dazu auf, ihre Verpflichtung gegenüber den Beschäftigten in der Stadt zu verstärken.
Die Bürgermeisterin inszeniert sich damit als Beschützerin Hollywoods. Sie verweist auf ihre Rolle bei der Ausarbeitung des ersten kalifornischen Steuergutschriften-Gesetzes für Film- und Fernsehproduktionen. Laut ihrem Büro hat Bass ihre Autorität genutzt, um städtische Prozesse zu vereinfachen und exzellenten Kundenservice zu bieten – damit Kreative und Crews ihre Arbeit optimal erledigen können. „In der Stadt, die es am besten kann“, wie es in der Mitteilung heißt.
Ein konkretes Beispiel für ihre Unterstützung ist ein neues Pilotprogramm, das Filmproduktionen aller Größen in der Stadt fördert. Es bietet eine 20-prozentige Ermäßigung auf Parkgebühren in städtischen LADOT-Parkhäusern. Hohe Parkkosten für Equipment und Fahrzeuge stellen für viele Produktionen eine erhebliche Hürde dar.
Bass‘ klare Haltung kommt jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem sie sich einer harten Wiederwahlkampfphase gegenübersieht. Die Wahl findet am 2. Juni statt. Ihre Konkurrenten sind Stadträtin Nithya Raman sowie der republikanische Kandidat Spencer Pratt, ein ehemaliger Reality-TV-Star. Beide gelten als ernstzunehmende Herausforderer.
Laut Daten der Los Angeles Ethics Commission hat Bass bisher 494.734 US-Dollar an Spenden für ihre Kampagne eingesammelt – deutlich weniger als ihre Mitbewerber. Raman und Pratt verzeichnen jeweils über 530.000 US-Dollar an Spendeneinnahmen seit Januar.