Der Traum eines jeden Filmemachers ist wahr geworden: Mit nur 26 Jahren feierte Curry Barker sein Kino-Debüt. Sein selbstgeschriebener, -inszenierter und -geschnittener Horrorfilm „Obsession“ lief am Freitag erstmals in US-Kinos. Die Handlung folgt Bear (Michael Johnston), einem jungen Mann, der seiner besten Freundin Nikki (Inde Navarrette) nicht seine Liebe gesteht – und sich stattdessen einen fatalen Wunsch erfüllt.

„Das hier ist irre“, sagte Barker bei der Premiere in Los Angeles zu TheWrap. „Es verändert das Leben.“ Doch der Erfolg kam nicht durch Magie. Barker baute seine Karriere Schritt für Schritt auf – beginnend mit selbstgedrehten Kurzfilmen auf YouTube. Ein Weg, den in den letzten Monaten auch andere Nachwuchsregisseure wie Chris Stuckmann („Shelby Oaks“) oder Mark Fischbach („Iron Lung“) gingen.

Von Alabama nach Hollywood: Der Aufstieg eines Autodidakten

Mit 18 zog Barker von Alabama nach Los Angeles, um Film zu studieren – und begann sofort, eigene Projekte zu realisieren. „Wir haben noch in derselben Woche mit ‚Roommates‘ angefangen“, erinnert er sich. Gemeinsam mit seinem kreativen Partner Cooper Tomlinson, mit dem er das Duo „That’s a Bad Idea“ gründete, schuf er zunächst Sketche und Kurzfilme. Beide trafen sich am Los Angeles-Campus der New York Film Academy und brachen das Studium ab, um sich ganz dem Filmemachen zu widmen.

„Das war immer unser Ziel“, sagte Tomlinson bei der Premiere. „Schon am ersten Tag wussten wir: Wir wollen Filme und Serien machen. Und jetzt sind wir hier.“

Hollywoods neue Strategie: Online-Popularität als Sprungbrett

Barkers Karriere zeigt, wie sich die Filmindustrie verändert. Statt klassischer Studios setzen immer mehr Talente auf direkte Fanbindung über Plattformen wie YouTube. Sein Debütfilm „Obsession“ wurde bereits vor dem Kinostart von Focus Features für ein Folgeprojekt erworben. Gleichzeitig verpflichtete A24 ihn für die Neuauflage von „Texas Chainsaw Massacre“.

Doch Barker lehnte eine Hauptrolle in „Obsession“ ab – inspiriert von Regisseuren wie Jordan Peele oder Ari Aster, die ebenfalls hinter der Kamera stehen. Stattdessen setzte er auf seine Vision als Autor und Regisseur. Ein kluger Schritt, wie sich nun zeigt.

Quelle: The Wrap