Auszeichnung für Julianne Moore
Die renommierte Schauspielerin Julianne Moore erhält den Women in Motion Award 2026, der im Rahmen des Cannes Film Festivals verliehen wird. Die Ehrung erfolgt durch die Kooperation zwischen Kering und dem Festival de Cannes. Die offizielle Preisverleihung findet am 17. Mai 2026 statt.
Moores Dank und Engagement
In einer offiziellen Stellungnahme äußerte sich Moore tief berührt über die Auszeichnung:
„Ich bin zutiefst dankbar für diese Anerkennung von Kering und dem Festival de Cannes. Teil der Geschichte von Women in Motion zu sein, bedeutet mir sehr viel. Ich habe immer geglaubt, dass Sichtbarkeit entscheidend ist – dass die Geschichten, die wir erzählen, den Raum für Frauen erweitern und eine größere Vielfalt an Stimmen, sowohl vor als auch hinter der Kamera, fördern können. Gemeinsam weiter daran zu arbeiten, weibliche und vielfältige Stimmen zu stärken und die nächste Generation von Schöpferinnen zu unterstützen, trägt dazu bei, ein Kino zu gestalten, das offener, repräsentativer ist und echten Wandel vorantreibt.“
Bedeutung des Women in Motion Awards
Seit 2015 würdigt der Women in Motion Award Frauen in der Kunst, die sowohl ihr künstlerisches Schaffen als auch die Gesellschaft nachhaltig geprägt haben. Moore folgt auf Nicole Kidman, die den Preis 2025 erhielt. Zu den bisherigen Preisträgerinnen zählen unter anderem Donna Langley, Michelle Yeoh, Viola Davis, Isabelle Huppert und Jane Fonda, die als erste ausgezeichnet wurde.
Künstlerische Prägung und gesellschaftlicher Einfluss
Der Präsident des Cannes Film Festivals, Iris Knobloch, betonte die einzigartige Rolle Moores im Kino:
„Julianne Moore nutzt das Kino nicht, um zu beruhigen. Seit 40 Jahren wählt sie Figuren, die destabilisieren, die ohne Auflösung leiden, die einfache Sympathie verweigern – und sie hat damit Bildschirmraum für sich beansprucht, der vor ihr nicht existierte. Der Women in Motion Award würdigt nicht nur ihre Leistungen, sondern auch das, was sie für jede Schauspielerin danach möglich gemacht hat.“
Auch François-Henri Pinault, Vorsitzender von Kering, würdigte Moore als Vorbild:
„Julianne Moore verkörpert in vollem Umfang den Geist von Women in Motion. Durch die Konsequenz ihrer künstlerischen Entscheidungen, die Tiefe und Komplexität ihrer Rollen und ihr langjähriges Engagement für eine sinnvolle Repräsentation sowohl auf als auch neben der Leinwand hat sie neu definiert, was es bedeutet, eine führende Frau im Kino zu sein. Ihre Karriere und ihr Einsatz spiegeln die Werte wider, für die Women in Motion seit seiner Gründung steht.“
Nachwuchsregisseurin Margherita Spampinato geehrt
Parallel wird die italienische Filmemacherin Margherita Spampinato mit dem Emerging Talent Award 2026 ausgezeichnet. Der Preis würdigt erstmals inszenierende Regisseurinnen und ist mit einem 50.000-Euro-Stipendium für ihr nächstes Filmprojekt verbunden. Spampinatos Debütfilm „Gioia Mia“ (2025) markierte ihren Einstieg in die Filmbranche.
Spampinato äußerte sich in einer Stellungnahme:
„Ich bin dankbar und glücklich, den Women in Motion Emerging Talent Award 2026 zu erhalten – es ist eine große Ehre, ihn von Marianna Brennand zu empfangen, einer Regisseurin, die ich tief bewundere. Diese Auszeichnung berührt mich besonders, weil sie die Kreativität und Freiheit neuer weiblicher Stimmen im Kino und in den Künsten weltweit unterstützt.“
Ziele der Women in Motion-Initiative
Die Women in Motion Awards setzen sich seit ihrer Gründung für mehr Sichtbarkeit und Förderung von Frauen in der Filmindustrie ein. Die Initiative fördert nicht nur etablierte Künstlerinnen, sondern unterstützt auch Nachwuchstalente durch gezielte Stipendien und Netzwerkangebote.
- Förderung von Frauen in Schlüsselpositionen der Filmbranche
- Finanzielle Unterstützung für Nachwuchsregisseurinnen
- Sichtbarmachung vielfältiger Erzählperspektiven
- Langfristige strukturelle Veränderungen in der Filmindustrie