Drei Politiker wegen Insider-Handels von Kalshi gesperrt
Die Prognoseplattform Kalshi hat drei politische Kandidaten wegen des Verdachts auf Insider-Handel gesperrt. Die Betroffenen hatten demnach Wetten auf eigene Kampagnen platziert und damit gegen die neuen Richtlinien der Plattform verstoßen. Kalshi hatte erst im Vormonat strengere Regeln eingeführt, um Manipulationen durch Politiker und Sportler zu verhindern.
Betroffene Kandidaten und Strafen
Die drei betroffenen Politiker sind:
- Mark Moran (Virginia): Fünfjährige Sperre und eine Strafe von über 6.000 US-Dollar. Moran behauptet, die Sperre sei eine gezielte Aktion, um seine Reaktion zu testen und auf Missstände bei Kalshi hinzuweisen.
- Matt Klein (Minnesota): Fünfjährige Sperre und eine Strafe von unter 1.000 US-Dollar. Klein kooperierte mit den Ermittlungen.
- Ezekiel Enriquez (Texas): Fünfjährige Sperre und eine Strafe von unter 1.000 US-Dollar. Enriquez kooperierte ebenfalls mit den Ermittlungen.
„Ich wollte sehen, ob ich erwischt werde und aufzeigen, wie diese Firma junge Männer zerstört.“
Mark Moran auf X
Rechtliche Auseinandersetzungen um Prognosemärkte
Kalshi und ähnliche Prognosemärkte stehen seit längerem in der Kritik. Mehrere Generalstaatsanwälte der US-Bundesstaaten versuchen, die Plattformen als Glücksspiel zu regulieren. Aktuell laufen Verfahren in Nevada, Arizona und New York, doch die Erfolgsaussichten sind gering. Ein Berufungsgericht lehnte bereits den Versuch New Jerseys ab, die Branche zu kontrollieren. Die US-Börsenaufsicht CFTC hat zudem eine eigene Klage eingereicht, um die alleinige Regulierungshoheit über Prognosemärkte zu erlangen.