Mit dem Finale von ‚Grey’s Anatomy‘ Staffel 22 endete die Ära von Dr. Owen Hunt – gespielt von Kevin McKidd. Doch nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur prägte McKidd seinen eigenen Abschied aus der Serie. Episode 18, betitelt ‚Bridge Over Troubled Water‘, zeigte Hunt in einer lebensbedrohlichen Situation: Sein SUV versank in einem Fluss nach dem Einsturz einer Brücke. Statt eines dramatischen Todes rettete er sich selbst und eine Familie aus ihrem Fahrzeug. Am Ende entschied er sich, seinem Herzen zu folgen und seine große Liebe, Dr. Teddy Altman (Kim Raver), nach Paris zu begleiten.
Dieses unerwartete Happy End war nicht McKidds erste Wahl für seinen Charakter. „Lange dachte ich, Owen sollte in einer heldenhaften Tat sterben – vielleicht beim Retten anderer. Das hätte perfekt gepasst“, erklärte er gegenüber TheWrap. „Doch die Welt fühlt sich gerade so unsicher an. Diese positive Geschichte, in der zwei Menschen sagen: ‚Das ist unser nächster Lebensabschnitt, und wir wollen uns neu verpflichten‘, sprach die Autoren mehr an als ein tragisches Ende.“
McKidd, der seit Staffel 5 als Hauptdarsteller dabei ist, hatte bereits Erfahrung als Regisseur gesammelt. Doch diese Episode fühlte sich besonders an: „Ich habe auf dieser Show das Regieführen gelernt. Es fühlte sich einfach richtig an, auch diese Folge zu inszenieren. Es war süß, emotional und befreiend zugleich. Die Arbeit als Regisseur half mir, mich auf etwas anderes zu konzentrieren – nicht auf meine eigenen Gefühle.“
Für McKidd war die Regiearbeit eine Art Abschlussarbeit. Mit 48 Folgen als Regisseur seit seinem Serienstart hatte er nicht nur als Schauspieler, sondern auch hinter der Kamera Grenzen überschritten. „Es half mir, Abschied zu nehmen. Die Vorbereitung, die Organisation – das gab mir Struktur, als ich emotional eigentlich gar nichts fühlen wollte.“
Ein Abschied, der Hoffnung macht
Der Schauspieler betonte, wie wichtig ihm die Entscheidung für ein hoffnungsvolles Ende war. „Die Welt braucht gerade keine weiteren tragischen Geschichten. Owen und Teddy verdienen ein Ende, das ihnen Würde verleiht – und das ist genau das, was sie bekommen.“
Pläne nach ‚Grey’s Anatomy‘
McKidd, der seit 17 Jahren Teil der Serie ist, plant nun neue Projekte. Ob Rückkehr als Schauspieler oder Fokus auf die Regie – er bleibt der Branche treu. „Ich habe so viel gelernt, und ich freue mich auf das, was kommt.“
Sein Abschied aus ‚Grey’s Anatomy‘ markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch den Beginn eines neuen Kapitels – für ihn selbst und seine Fans.