Kongressausschuss sucht nach Ursachen steigender Gesundheitskosten

Vier CEOs großer Gesundheitssysteme wurden am Dienstag vor dem House Ways and Means Committee befragt. Die Anhörung war Teil einer Untersuchung zu den Gründen für die stark gestiegenen Gesundheitskosten in den USA. Bereits vor drei Monaten hatten die Abgeordneten die Vorstände der größten Krankenversicherer angehört – diese wiesen die Verantwortung jedoch von sich und machten stattdessen Krankenhäuser und Pharmahersteller dafür verantwortlich.

CEOs großer Gesundheitssysteme vor dem Kongress

Unter den Befragten befanden sich die CEOs folgender Systeme:

  • HCA Healthcare (190 Krankenhäuser, gewinnorientiert)
  • CommonSpirit Health (158 Krankenhäuser, gemeinnützig)
  • New York-Presbyterian
  • ECU Health (North Carolina)

Politische Schuldzuweisungen statt Kritik an CEOs

Während die Abgeordneten der einen Partei die Politik der anderen für die hohen Kosten verantwortlich machten, blieben die CEOs der Gesundheitssysteme weitgehend unangetastet. Die Anhörung sollte die Ursachen für die unerschwinglichen Preise im US-Gesundheitssystem aufdecken – ein Problem, das viele Amerikaner betrifft.

„Die Verantwortung für die steigenden Kosten liegt nicht bei uns, sondern bei den politischen Entscheidungen der anderen Seite.“ – Nicht zitierter CEO

Hintergrund: Frühere Anhörung der Krankenversicherer

Bereits im vergangenen Quartal hatten die Abgeordneten die CEOs der größten US-Krankenversicherer befragt. Diese wiesen die Schuld jedoch von sich und verwiesen auf Krankenhäuser und Pharmahersteller als Haupttreiber der Kosten. Die aktuelle Anhörung zeigt, dass die politische Debatte um die Gesundheitskosten weiter eskaliert – ohne klare Lösungsansätze.

Quelle: STAT News