Ein Plattformer, der die 8-Bit-Ära ehrt

Willkommen zu The Playfield, unserer wöchentlichen Kolumne, in der wir die Spiele vorstellen, die wir gerade spielen. Jeden Samstag werfen Garrett Martin und Elijah Gonzalez einen Blick auf ihre aktuellen Favoriten – von Videospielen über Flipper bis hin zu Brettspielen. Manchmal gesellen sich auch Gastautoren wie Moises Taveras dazu. Heute im Fokus: Lovish.

Sir Solomon und die Rettung der Prinzessin

Manchmal sehnt man sich einfach nach einem unkomplizierten Plattformer, der die einfache Freude der 8-Bit-Spiele einfängt – ohne den Frust, nach dem zehnten Versuch an Bowser zu scheitern. Lovish liefert genau das: ein Spiel, das die Ära der alten Konsolen parodiert, aber gleichzeitig ein solides 2D-Plattformer-Erlebnis bietet.

Der Protagonist, Sir Solomon, ein selbstgefälliger „Held“, macht sich auf, eine Prinzessin aus den Fängen des „Teufelslords“ zu befreien. Doch die Prinzessin scheint mit ihrem dämonischen Freund ganz zufrieden zu sein – ein humorvoller Twist, der das Spiel einrahmt. Die eigentliche Stärke von Lovish liegt jedoch in seinem Gameplay: Die Levels sind als Mikro-Ebenen gestaltet, die zunächst einfach beginnen, sich aber schnell zu kniffligen Herausforderungen mit Fallen, tanzenden Clowns und bosshaften Gegnern entwickeln.

Schnelles Gameplay mit Tiefgang

Am Anfang steht dem Spieler nur ein einfaches Arsenal zur Verfügung: Springen und Schlachten. Doch bald kommen neue Fähigkeiten hinzu, die das Durchqueren der Levels auf kreative Weise ermöglichen. Lovish verbindet den klassischen Plattformer-Spaß mit dem rasanten Tempo von Super Meat Boy – perfekt für alle, die Action in kurzen, intensiven Sessions suchen.

Wer es gemütlicher mag, findet ebenfalls Belohnungen: Pacifismus-Challenges und versteckte Schätze laden zum Entdecken ein. Alternativ lässt sich das Spiel auch an einem Nachmittag durchspielen. Der Humor des Spiels ist nicht immer treffsicher, und Sir Solomon mag etwas anstrengend sein – aber das ist wohl Absicht. Am Ende zählt: Lovish fängt den Geist der 8-Bit-Ära ein und macht einfach Spaß.

„Lovish liefert das Wichtigste aus dieser Ära: Es ist ein Genuss, durch die Levels zu rasen und gegen cartoonhafte Bösewichte zu kämpfen.“
– Elijah Gonzalez, A.V. Club

Dosa Divas: Ein RPG mit skurrilen Familienverhältnissen

Ebenfalls neu erschienen ist Dosa Divas von Outlerloop Games. Das RPG überzeugt vor allem durch seine Familiengeschichte – insbesondere durch deren chaotische Dynamik. Die Protagonistinnen Samara und Amani sind zwar sympathisch, aber genauso komplex und „gestört“ wie ihre Schwester Lina, die zum Bösewicht geworden ist und das Kochen in ihrem Heimatland unterbunden hat.

Das Spiel setzt auf eine Mischung aus Humor und Tiefgang und fügt sich damit in die Tradition des Studios ein, das bereits mit komplexen Charakteren glänzte.

Quelle: AV Club