NetEase Games hat den neuen Path to Doomsday: The Avengers-Modus in Marvel Rivals als asymmetrisches PvP-Erlebnis beworben, das den 14. Jahrestag des ersten Avengers-Films feiert. Doch statt Begeisterung zu wecken, hinterlässt der Modus einen faden Beigeschmack.

Der Modus stellt ein Team aus den ursprünglichen MCU-Avengers einem einzelnen Spieler gegenüber – in diesem Fall einem übermächtigen Loki. Dessen Fähigkeiten sind so stark, dass er praktisch gegen sechs Gegner gleichzeitig kämpft. Loki kann sich unsichtbar machen, Klone erschaffen und nun zusätzlich mit extrem hoher Schadensausgabe angreifen. Eine neue Gedankenkontrolle ermöglicht es ihm sogar, Avatars zu übernehmen oder – wie im Video des Streamers Necros zu sehen – die Karte komplett zu verlassen. Für die Avengers gibt es keine Heilung, nur Gesundheits-Packs auf der Karte.

Doch nicht nur Lokis Übermacht macht den Modus unausgeglichen. Die Maps stammen aus dem Domination-Modus und haben nichts mit dem Avengers-Universum zu tun. Es wirkt, als hätte man den Modus nur schnell zusammengeschustert, ohne zusätzliche Überlegungen anzustellen. Das Ergebnis ist eine enttäuschende Erfahrung.

NetEase wird wahrscheinlich bald Balancing-Anpassungen an Loki vornehmen, da das Feedback überwiegend negativ ausfällt. Doch selbst mit zukünftigen Korrekturen bleibt die Spielerrezeption kritisch. Ein kleiner Lichtblick: Nach jedem Tod ertönt der ikonische Avengers-Theme-Song – doch selbst das kann die Frustration nach fünf aufeinanderfolgenden Niederlagen nicht lindern.

Der Path to Doomsday soll im Laufe des Jahres weitere Inhalte erhalten, darunter Modi zu Avengers: Age of Ultron, Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame. Bis zum Release von Avengers: Doomsday im Dezember bleibt zu hoffen, dass die kommenden Inhalte besser umgesetzt werden als dieser erste Versuch.