Der Mentalist Oz Pearlman, der eigentlich beim gestrigen White House Correspondents' Dinner (WHCD) auftreten sollte, berichtete im Nachhinein detailliert über die dramatischen Momente, als ein Attentäter in der Nähe des Veranstaltungsorts Schüsse abfeuerte. Pearlman stand dabei nur wenige Zentimeter von Ex-Präsident Donald Trump entfernt.
In einem Interview mit CNN-Moderatorin Dana Bash beschrieb Pearlman, wie er und Trump sich für etwa zwei Sekunden direkt in die Augen sahen, bevor der Secret Service den Präsidenten in Sicherheit brachte.
Wie Pearlman die Schüsse deutete
Pearlman war gerade auf der Bühne und unterhielt den damaligen Präsidenten sowie die First Lady Melania Trump, als die Schüsse fielen. Zunächst vermutete er sogar eine Bombe:
„Wegen der Art, wie es sich anhörte, klang es nicht wie Schüsse. Es wirkte eher, als sollte jemand gestoppt werden. Als ich die Videos sah, blickte ich umher – und dann ging ich in Deckung.“
Pearlman erklärte weiter, dass er auf allen Vieren war, als der Secret Service den Präsidenten direkt vor ihm in Sicherheit brachte. Die beiden Blickkontakte seien für ihn ein unvergessliches, aber zugleich surreales Erlebnis gewesen:
„Ich werde dieses Bild mein Leben lang nicht vergessen: Ich auf allen Vieren, der Präsident wird direkt vor mich gebracht – und wir schauen uns für etwa zwei Sekunden an.“
Pearlman fügte hinzu, dass er bereits damals ahnte, dass dieses Bild in den kommenden Jahren immer wieder gezeigt werden würde – „allerdings aus den falschen Gründen“.
Trumps Reaktion auf den Vorfall
Auch Ex-Präsident Trump äußerte sich zu dem Vorfall. Auf Truth Social schrieb er am Sonntagmorgen:
„Was gestern Abend passiert ist, zeigt genau, warum unser großartiges Militär, der Secret Service, die Strafverfolgungsbehörden und – aus unterschiedlichen Gründen – jeder Präsident der letzten 150 Jahre einen großen, sicheren und geschützten Ballsaal auf dem Gelände des Weißen Hauses gefordert haben.“
Dieses Ereignis wäre nie passiert, wenn der militärisch hochsichere Ballsaal, der derzeit im Weißen Haus gebaut wird, bereits fertiggestellt wäre. Er kann nicht schnell genug fertig werden!“
Trump betonte, dass der geplante Ballsaal über die höchsten Sicherheitsstandards verfüge und sich innerhalb der Sicherheitszone des Weißen Hauses befinde. Zudem kritisierte er eine laufende Klage gegen das Projekt, die seiner Meinung nach keine rechtliche Grundlage habe und sofort fallen gelassen werden müsse.
Ein historischer Abend mit ungewollter Aufmerksamkeit
Der Vorfall beim WHCD sorgte weltweit für Schlagzeilen und unterstreicht einmal mehr die Sicherheitsdebatten rund um hochkarätige Veranstaltungen. Pearlman selbst bleibt trotz der traumatischen Erfahrung gelassen und betont, dass solche Momente prägend seien – auch wenn sie nicht geplant waren.