Im Februar dieses Jahres informierten mehrere Mitarbeiter des kenianischen Unternehmens Sama, das im Auftrag von Meta Datenannotationen für die Smartglasses Ray-Ban Meta durchführte, über den Zugang zu sensiblen und privaten Videoaufnahmen. Die Aufnahmen zeigten unter anderem intime und peinliche Szenen, die mit den Ray-Ban Meta erfasst wurden.
Laut einem Bericht der BBC, der sich auf Enthüllungen schwedischer Zeitungen (Svenska Dagbladet und Göteborgs-Posten) sowie der kenianischen Journalistin Naipanoi Lepapa stützt, beendete Meta etwa zwei Monate später den Vertrag mit Sama. Das Unternehmen bestätigte, dass die Kündigung 1.108 Mitarbeiter betrifft.
Die Vorwürfe der Datenannotierer lösten eine öffentliche Debatte über Datenschutz und ethische Standards bei der Nutzung von Smartglasses aus. Meta reagierte mit der sofortigen Beendigung der Zusammenarbeit und verwies auf die Einhaltung interner Richtlinien.
Die Ray-Ban Meta-Gläser ermöglichen Videoaufnahmen und werden unter anderem für KI-gestützte Funktionen genutzt. Die Datenannotation durch externe Firmen wie Sama ist Teil der Entwicklung und Verbesserung dieser Technologien.