Anwohner aus Miami haben eine Klage gegen Ex-Präsident Donald Trump eingereicht. Sie werfen ihm vor, ein Grundstück für den Bau seiner geplanten Präsidentschaftsbibliothek zu einem illegalen Spottpreis erhalten zu haben. Die Klage zielt auf die Rückabwicklung des Geschäfts ab und wirft Trump einen Verstoß gegen die Emolumentenklausel der US-Verfassung vor.

Der Deal betrifft ein drei Hektar großes Grundstück im Zentrum von Miami, das der Florida-Gouverneur Ron DeSantis und das Miami Dade College an die Trump Foundation für nur 10 US-Dollar verkauften. Experten schätzen den Marktwert des Geländes mit Blick auf die Innenstadt und die Wasserlage auf über 300 Millionen US-Dollar.

Die Kläger argumentieren, dass die Bibliothek nicht nur die Lebensqualität der Anwohner beeinträchtigen würde, sondern auch zu mehr Verkehr und Lärmbelastung führen könnte. Ein weiterer Streitpunkt: Trump hat öffentlich klargestellt, dass er die Bibliothek nicht als solche nutzen will. Stattdessen soll dort ein Luxushotel entstehen.

„Das Grundstück steht nun nicht mehr der Studentenschaft des Miami Dade College oder der Innenstadt zur Verfügung. Stattdessen wird dort ein Trump-Hotel entstehen, das dem Präsidenten finanziellen Nutzen bringt.“

Die Klage folgt auf einen Bericht des New Republic, wonach vier Unternehmen mit Verbindungen zu Trump – darunter Meta, X, ABC und Paramount – mehrere Millionen Dollar für die Bibliothek zugesagt haben. Doch das Geld ist verschwunden, bevor das Projekt überhaupt begonnen hat. Dies wirft weitere Fragen über die Transparenz des Vorhabens auf.

Zusätzlich sorgt die optische Gestaltung der geplanten Bibliothek für Kritik. Die KI-generierten Entwürfe zeigen einen protzigen Wolkenkratzer mit zwei übergroßen goldenen Trump-Statuen, luxuriösen Außenbereichen mit Palmen, nachgebauten Kampfflugzeugen im Inneren, einem großen Ballsaal und einer Replik des Oval Office – alles in Gold gehalten.