Vor etwas mehr als drei Jahren endete die bahnbrechende Mission des NASA-Hubschraubers Ingenuity auf dem Mars. Doch die Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Kalifornien haben bereits die nächste Generation von Mars-Rotorflugzeugen entwickelt. Diese sollen nicht nur schwerere Nutzlasten transportieren, sondern auch längere Strecken in der dünnen Atmosphäre des Roten Planeten zurücklegen.
Ingenuity schrieb Geschichte als erstes Luftfahrzeug, das einen anderen Planeten erkundete. Der mit zwei Rotorblättern ausgestattete Hubschrauber absolvierte insgesamt 72 Flüge – deutlich mehr als die ursprünglich geplanten fünf Flüge innerhalb von 30 Tagen. Nach seiner Landung mit dem Rover Perseverance demonstrierte Ingenuity, dass die Erkundung fremder Welten durch die Luft möglich ist. Selbst nach einem Bruchlandungsunfall im Januar 2024 hatte der Helikopter der NASA wertvolle Daten geliefert und gezeigt, wie unwegsames Gelände mit Luftfahrzeugen erschlossen werden kann.
Die nächsten Schritte sind bereits in Planung: Die NASA plant, im Rahmen der SkyFall-Mission drei weitere Hubschrauber zum Mars zu schicken. Der Start könnte bereits Ende 2028 erfolgen. Die Drohnen werden an Bord des nuklearbetriebenen Raumschiffs Space Reactor-1 (SR-1) reisen, einem der Technologiedemonstrationsprojekte, die NASA-Administrator Jared Isaacman kürzlich vorgestellt hat.
Diese Mission markiert einen weiteren Meilenstein in der Erforschung des Mars. Während Rover wie Perseverance weiterhin den Boden erkunden, könnten zukünftige Hubschrauber wie die SkyFall-Drohnen völlig neue Möglichkeiten eröffnen – etwa die Erkundung von Höhlen, steilen Hängen oder anderen schwer zugänglichen Regionen. Die Kombination aus Boden- und Luftfahrzeugen könnte die wissenschaftliche Ausbeute künftiger Marsmissionen deutlich erhöhen.