Nintendo folgt dem Beispiel von Sony und erhöht die Preise für seine Hardware – konkret die Switch 2. Der Preis der Konsole steigt weltweit um 50 US-Dollar. Nun hat der Präsident des japanischen Konzerns, Shuntaro Furukawa, eine Entschuldigung an die Kunden ausgesprochen und betont, dass das Unternehmen mit einer „robusten Software-Bibliothek“ den höheren Preis ausgleichen wolle.
Wie Nintendo Everything berichtet, räumte Furukawa ein, dass die Preiserhöhung zwar „Unannehmlichkeiten und Ärger“ verursachen werde, aber angesichts steigender Produktionskosten unvermeidbar sei. Zudem deutete er an, dass die 50-Dollar-Erhöhung nicht alle aktuellen Kostenzuwächse abdecke – die Preise könnten also noch weiter steigen.
„Wir entschuldigen uns aufrichtig bei unseren Kunden für die erheblichen Unannehmlichkeiten, die diese Preiserhöhung mit sich bringt“, erklärte Furukawa. „Wir hätten uns eine breitere Verbreitung gewünscht, doch die langfristig gestiegenen Kosten waren nicht mehr tragbar. Die neue Preisgestaltung berücksichtigt nicht alle Kostenerhöhungen.“
Die Switch 2 zählt zu den am schnellsten verkauften Konsolen der Branche. Screenshot von Destructoid
Nintendo geht davon aus, dass im kommenden Jahr weniger Einheiten der Switch 2 verkauft werden als 2025, das von einer „beispiellosen“ Nachfrage geprägt war. Die Preiserhöhung könnte zudem viele potenzielle Käufer abschrecken – ähnlich wie bei der PlayStation 5, deren Preisanstieg zu einem Rückgang der Verkäufe um fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr führte.
Die anhaltenden KI-bedingten Lieferengpässe belasten nicht nur die Spielebranche, sondern auch andere Bereiche wie Smartphones, Fernseher und PC-Hardware. Da immer mehr Komponenten für KI-Rechenzentren benötigt werden, steigen die Preise für alle Geräte, die Speicher oder GPUs benötigen. Experten warnen, dass sich diese Situation in absehbarer Zeit nicht verbessern wird.
„Die KI-Blase wird noch lange bestehen bleiben“, so die Einschätzung von Branchenbeobachtern. Viele Hersteller setzen darauf, dass die Blase irgendwann platzt, und investieren nicht in den Bau neuer Fabriken – obwohl diese Jahre brauchen und Milliarden verschlingen würden. Bis dahin bleibt die Lage angespannt, und Verbraucher müssen sich auf weitere Preiserhöhungen einstellen.