Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine vorläufige Entscheidung getroffen, die den Versand von Abtreibungspillen per Post vorerst erlaubt. Damit bleibt der Zugang zu Mifepriston, einem Medikament, das in über 60 % aller Abtreibungen in den USA verwendet wird, vorerst gesichert.
Ein Sprecher des Herstellers Danco Laboratories begrüßte die Entscheidung:
„Wir freuen uns, dass ein sicheres und wirksames Medikament, auf das sich Amerikaner verlassen, weiterhin verfügbar bleibt, während das Verfahren läuft.“
Hintergrund ist ein Rechtsstreit, in dem einige Bundesstaaten wie Louisiana argumentierten, dass der Versand per Post ihre Abtreibungsverbote untergrabe. Der Supreme Court gewährte nun eine Aussetzung eines Urteils eines Berufungsgerichts, das zuvor einen persönlichen Arztbesuch für die Abgabe der Pille vorgeschrieben hatte.
Die Entscheidung ist jedoch nur vorläufig. Richter Samuel Alito warnte in seiner abweichenden Meinung vor einem „Plan, unsere Entscheidung in Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization zu untergraben“ – dem Urteil von 2022, das Roe v. Wade aufhob. Richter Clarence Thomas argumentierte in seiner dissentierenden Stellungnahme, dass Antragsteller keinen Anspruch auf eine Aussetzung hätten, da es sich um ein „kriminelles Unternehmen“ handle.
Ungeklärt bleibt, warum der Supreme Court die vorläufige Regelung traf. Die Debatte über den Versand von Abtreibungspillen wird sich voraussichtlich fortsetzen.
Keine konkreten Ergebnisse aus dem Treffen zwischen Trump und Xi
Während der Supreme Court über Abtreibungsfragen entschied, blieb ein hochrangiges Treffen zwischen Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ohne nennenswerte Ergebnisse. Trump sprach von einer „neuen bilateralen Beziehung auf Basis konstruktiver strategischer Stabilität“ – eine Formulierung, die oft für „keine konkreten Fortschritte“ steht.
Trump behauptete zwar, China habe den Kauf von 200 neuen Flugzeugen von Boeing zugesagt, doch zu zentralen Themen wie Taiwan, Exportbeschränkungen für Halbleiter oder der Freilassung des Hongkonger Demokratieaktivisten Jimmy Lai gab es keine Klarheit. Auch die Zukunft von Nvidia-Chips in China bleibt ungewiss.
New York plant neue Luxussteuer auf Immobilienkäufe
In New York wird über eine neue Steuer auf Immobilienkäufe diskutiert: Käufer von Wohnungen für mindestens eine Million US-Dollar sollen eine zusätzliche Abgabe von 1 % des Kaufpreises zahlen. Kritiker befürchten, dass dies wohlhabende Steuerzahler vertreiben könnte.