NEWARK, N.J. — Der Pharmakonzern Purdue Pharma, bekannt als Hersteller des Schmerzmittels OxyContin, wird bis Ende dieser Woche aufgelöst. An seine Stelle tritt ein neues Unternehmen, das sich auf das Gemeinwohl konzentrieren soll. Grundlage dafür ist ein historischer Vergleich, der tausende Klagen beilegt.

Ein Bundesrichter hat am Dienstag das Strafmaß gegen Purdue Pharma festgesetzt. Damit ist der letzte Schritt zur Umsetzung des Vergleichs erfüllt, der eine milliardenschwere Einigung mit Gläubigern und Geschädigten vorsieht.

Richterin Madeline Cox Arleo traf ihre Entscheidung, nachdem sie stundenlange Aussagen von Betroffenen angehört hatte. Diese hatten Angehörige durch die Opioid-Krise verloren oder selbst mit Suchterkrankungen zu kämpfen. Viele forderten, das ausgehandelte Strafmaß abzulehnen. Richterin Arleo zeigte zwar Verständnis für die Betroffenen, lehnte eine vollständige Ablehnung jedoch ab. Sie verwies dabei auf die über 900.000 Todesopfer in den USA seit 1999, die mit der Opioid-Epidemie in Verbindung stehen.

Quelle: STAT News