Ram ruft 12.736 Pickups wegen Softwarefehlers zurück
Der US-amerikanische Automobilhersteller Ram ruft insgesamt 12.736 Pickups der Baureihe Ram 2500 aus den Modelljahren 2023 bis 2026 zurück. Der Grund: Ein Softwarefehler im Steuergerät der Antriebsstrangsteuerung ermöglicht es den Fahrzeugen, Geschwindigkeiten zu erreichen, die über der zulässigen Belastungsgrenze der montierten Reifen liegen.
Gefahr von Reifenschäden und Kontrollverlust
Durch die zu hohen Geschwindigkeiten kann die Reifenintegrität beeinträchtigt werden, was zu einem erhöhten Risiko von Reifenschäden und damit einhergehendem Kontrollverlust führt. Dies wiederum erhöht die Unfallgefahr. Ram betont, dass bisher keine Unfälle oder Meldungen von Fahrzeughaltern im Zusammenhang mit diesem Problem bekannt sind.
Softwareupdate soll Höchstgeschwindigkeit begrenzen
Um das Problem zu beheben, müssen betroffene Fahrzeuge in einer autorisierten Werkstatt aufgesucht werden. Dort wird eine aktualisierte Software in das Steuergerät der Antriebsstrangsteuerung eingespielt. Diese Maßnahme soll die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge auf ein sicheres Niveau begrenzen. Die Benachrichtigungen an die Fahrzeughalter sollen ab Anfang nächsten Monats versendet werden.
Ram 1500 TRX: Ein Hochgeschwindigkeits-Truck mit beeindruckenden Werten
Ram ist bekannt für leistungsstarke Trucks. Ein Beispiel ist der Ram 1500 TRX, der mit einem aufgeladenen 6,2-Liter-Hemi-V8-Motor mit 777 PS (579 kW / 788 PS) und 921 Nm Drehmoment ausgestattet ist. Damit beschleunigt der TRX in nur 3,5 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (0–96 km/h) und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h.
Diese Leistungswerte sind für einen Pickup außergewöhnlich, doch nicht alle Modelle sind für solche Geschwindigkeiten ausgelegt. Der aktuelle Rückruf zeigt, dass selbst vermeintlich sichere Fahrzeuge durch technische Fehler zu Risikofaktoren werden können.
Hintergrund: Weitere Rückrufe bei Ram
Der aktuelle Rückruf ist nicht der erste dieser Art bei Ram. Erst kürzlich wurden 65.000 Ram-Trucks wegen eines Defekts zurückgerufen, der zum Ausfall des Instrumentenclusters führte. Solche Rückrufe unterstreichen die Bedeutung regelmäßiger Softwareupdates und Qualitätskontrollen in der Automobilindustrie.
Was betroffene Halter tun sollten
- Auf Post von Ram oder dem Händler achten
- Termin in einer autorisierten Werkstatt vereinbaren
- Softwareupdate durchführen lassen – kostenlos
- Fahrzeug weiterhin sicher nutzen, bis das Update erfolgt ist
Fazit: Sicherheit geht vor
Auch wenn Ram bisher keine Unfälle im Zusammenhang mit dem Softwarefehler gemeldet hat, ist der Rückruf eine wichtige Maßnahme, um die Sicherheit der Fahrer und anderer Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Betroffene Halter sollten den Anweisungen von Ram zeitnah folgen, um mögliche Risiken zu minimieren.