Senat beschließt nächtliche Finanzierung von ICE und Border Patrol
In einer umstrittenen Nachtabstimmung hat der US-Senat ein Gesetz zur Finanzierung von Immigration and Customs Enforcement (ICE) und der Border Patrol beschlossen. Die Abstimmung, die erst gegen 3:30 Uhr morgens endete, fiel mit 50 zu 48 Stimmen zugunsten der Republikaner aus. Kein Demokrat stimmte zu, während die Senatoren Rand Paul und Lisa Murkowski die Partei verließen.
Keine demokratische Unterstützung
Der Beschluss markiert einen weiteren Schritt der republikanischen Führung, die Finanzierung der umstrittenen Behörden durchzusetzen – trotz massiver Kritik. Senatsmehrheitsführer John Thune betonte die Notwendigkeit einer sicheren Grenze: „Wir haben einen mehrstufigen Prozess vor uns, aber am Ende werden die Republikaner dafür sorgen, dass Amerikas Grenzen sicher sind und die Demokraten diese wichtigen Behörden nicht entziehen.“
70 Milliarden Dollar bis 2029
Sollte das Gesetz in der aktuellen Form auch vom Repräsentantenhaus angenommen werden, würde ICE und Border Patrol bis zum Ende von Trumps Amtszeit 2029 bis zu 70 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen. Zwar würde damit die teilweise Schließung des Heimatschutzministeriums beendet, doch gleichzeitig würden die umstrittensten Teile der Behörde weiter finanziert – darunter auch nach den tödlichen Vorfällen in Minneapolis mit Alex Pretti und Renee Good.
Demokraten warnen vor Machtmissbrauch
„Das ist es, wofür die Republikaner kämpfen: Zwei unkontrollierte, gefürchtete Behörden, die im ganzen Land gefürchtet sind – statt Ihre Gesundheits-, Wohnungs-, Lebensmittel- und Benzinkosten zu senken.“Minderheitsführer Chuck Schumer kritisierte die Maßnahme scharf und verwies auf die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit den Praktiken von ICE und Border Patrol.
Kritik an unkontrollierten Behörden
Die Finanzierung der umstrittenen Behörden löst seit Jahren kontroverse Debatten aus. Kritiker bemängeln insbesondere die mangelnde Transparenz und Rechenschaftspflicht von ICE und Border Patrol. Menschenrechtsorganisationen fordern seit Langem eine Reform der Einwanderungspolitik und eine stärkere Kontrolle der Behörden.
Die nun beschlossene Finanzierung könnte die Spannungen weiter verschärfen, da sie ohne breite politische Unterstützung zustande kam. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Repräsentantenhaus dem Gesetz zustimmt oder ob es zu weiteren Protesten kommt.