Die Lomond School in Helensburgh, Schottland, hat das „Satoshi Scholarship“ ins Leben gerufen – ein Vollstipendium, das zwei Jahre Schul- und Internatsgebühren am Burnbrae-Haus übernimmt. Gefördert wird ein Schüler, der ohne finanzielle Unterstützung keinen Zugang zu dieser Bildung hätte. Bewerbungen sind weltweit möglich, die Frist endet am 24. Mai.
Das Stipendium ist Teil einer größeren Initiative der Schule, die seit Herbst 2025 als erste Bildungseinrichtung weltweit Bitcoin für Schulgebühren akzeptiert. Einige Eltern zahlen bereits in Bitcoin, und die Schule baut einen Bitcoin-Treasury auf, finanziert durch Spenden aus der globalen Bitcoin-Community. Die Verantwortlichen sehen darin den Beginn einer langfristigen Sparstrategie, die auf den Prinzipien soliden Geldes und finanzieller Resilienz basiert.
Doch nicht nur finanziell, sondern auch technisch ist Bitcoin an der Lomond School präsent: Die Schule betreibt einen eigenen Bitcoin-Knotenpunkt und mehrere Mining-Einheiten, die nicht nur das Netzwerk unterstützen, sondern auch die Klassenzimmer beheizen. Ein Echtzeit-Mempool-Display in der Bibliothek und im Studienbereich zeigt Schülern und Lehrkräften die Transaktionsaktivität im Netzwerk – und macht so ein abstraktes Protokoll greifbar.
Ein Bitcoin-fokussierter Lehrplan
Parallel zur technischen Infrastruktur arbeitet die Schule mit dem Ökonomen Saifedean Ammous, Autor von „The Bitcoin Standard“, an einem Lehrplan, der Bitcoin mit der Österreichischen Schule der Nationalökonomie verbindet. Schüler erhalten so eine strukturierte Einführung in Themen wie solides Geld, Zeitpräferenz und Kapitalbildung – vermittelt durch das Design von Bitcoin. Unterstützer sehen darin eine Chance, junge Menschen auf ein sich wandelndes Finanzsystem vorzubereiten. Kritiker hingegen fragen, inwieweit sich eine Schule mit einer einzigen monetären Theorie identifizieren sollte.
Das neue Stipendium verbindet diese bildungspolitischen Ambitionen mit einem konkreten Anliegen: der Förderung von Chancengleichheit. Bewerben können sich Schüler der Klassenstufen Senior 1 bis Upper Sixth, besonders interessant für diejenigen, die in der Lower Sixth den zweijährigen International Baccalaureate beginnen. Die Auswahl umfasst standardisierte Aufnahmeprüfungen und eine Bedürftigkeitsprüfung. Der ausgewählte Stipendiat soll zudem als Vorbild und aktives Mitglied der Schulgemeinschaft fungieren.
Claire Chisholm, Schulleiterin der Lomond School, betont, dass die Spende hinter dem Stipendium das große Interesse der globalen Bitcoin-Community an diesem Projekt widerspiegelt. Für Familien und Schüler, die diese Werte teilen, bietet die Schule die Möglichkeit, in einem Umfeld zu lernen, in dem Debatten über Geld, Technologie und die Zukunft der Wirtschaft zum Alltag gehören – statt nur theoretisch behandelt zu werden.
Weitere Informationen und Bewerbungsdetails sind auf der Website der Lomond School verfügbar.