Senator Peter Welch (D-Vt.) hat am Mittwoch auf dem Axios Future of Health Summit seine Unterstützung für die geplante „Most-Favored-Nation“-Medikamentenpolitik von Präsident Donald Trump bekundet. Diese soll die hohen Arzneimittelpreise in den USA an das Niveau anderer Industrienationen angleichen.
Welch betonte in einem Interview mit Axios-Reporter Peter Sullivan, dass er nicht nur für den Plan stimmen, sondern sich aktiv für dessen Umsetzung einsetzen werde. Gleichzeitig forderte er von Trump, das Vorhaben nicht nur anzukündigen, sondern konkrete Gesetzesinitiativen vorzulegen.
Warum ist das wichtig? Eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress wäre erforderlich, um Trumps Plan in geltendes Recht umzuwandeln. Angesichts der wachsenden Sorgen vieler Amerikaner über die steigenden Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente gewinnt die Debatte an Dringlichkeit.
Hintergrund: Trump hat bereits mit mindestens 16 Pharmaunternehmen Vereinbarungen getroffen, um die Medikamentenpreise zu senken. Die genauen Konditionen dieser Abkommen sind jedoch nicht öffentlich, was bei einigen Demokraten Zweifel an deren Nutzen für die US-Bürger weckt.
Bipartisaner Vorstoß: Welch arbeitet gemeinsam mit Senator Josh Hawley (R-Mo.) an einem parteiübergreifenden Gesetzentwurf. Dieser sieht vor, dass Pharmaunternehmen in den USA nicht mehr als den internationalen Durchschnittspreis verlangen dürfen. Welch bezeichnete den Entwurf als „Vorlage“ für die Trump-Administration, um das Ziel der Preissenkung zu erreichen.
Der Gesetzentwurf wurde Anfang Mai vorgestellt und soll der Regierung als Grundlage für weitere legislative Maßnahmen dienen.